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Hochdorf-Gruppe verkauft Baby-Food-Tochter Pharmalys an Amir Mechria

Die Hochdorf-Gruppe stösst die Tochterfirma Pharmalys ab. Käufer ist deren Gründer Amir Mechria. Das teilt das Unternehmen am Sonntagabend mit.


Nach drei Jahren ist Schluss: Die Hochdorf-Gruppen verkauft die Tochtergesellschaft Pharmalys wieder. Wie die Gruppe am Sonntagabend mitteilte, mache das Unternehmen mit dem am Freitag nach Börsenschluss unterzeichneten Verkauf einen "wichtigen Schritt in Richtung finanzielle Gesundung und erhöht ihre strategische Flexibilität.

Mechria rechnet mit besseren Wachstumschancen

Käufer von Pharmalys ist die Pharmalys Invest Holding, die von Amir Mechria kontrolliert wird. Der Unternehmer hat Pharmalys aufgebaut und Ende 2016 51% der Anteile für 248 Mio Franken an Hochdorf verkauft. Von dem Gesamtbetrag erhielt Mechria 114 Mio Franken in Bar, die übrigen 134 Mio Franken in Form von Pflichtwandelanleihen; das sind im Prinzip Anteile an der Hochdorf-Gruppe, die erst später aktiv werden. Mit dem Rückkauf von Pharmalys für rund 100 Mio Franken sichert sich Mechria nun wieder die Kontrolle über sein Unternehmen. Er lässt kurz nach dem Hochdorf-Communique mitteilen, dass mit diesem Schritt "Pharmalys das gewünschte Wachstum eigenständig erfolgreich vorantreiben" könne.

Hochdorf will Fokus auf Babyfood behalten

Der Verkauf ist vorerst das Ende einer mindestens für Hochdorf anspruchsvollen Zusammenarbeit. War 2017 und 2018 die Welt noch in Ordnung, verschärfte sich der Ton, den der Hochdorf-Verwaltungsrat gegenüber Pharmalys anschlug, in den letzten zwölf Monaten merklich. Gleichzeitig geriet die ganze Gruppe aufgrund der Nachfolgelösung für das Schoggigesetz und der daraus resultierenden Deckungslücke in erhebliche finanzielle Turbulenzen. Im Juni zeichnete sich schon ab, dass Hochdorf einzelne Geschäftsbereiche abstossen und sich auf das Geschäft mit Babyfood konzentrieren würde.

Mechria selbst liess sich von den Entwicklungen offenbar nie verunsichern, er trat zwar im August als CEO von Pharmalys zurück, wandelte aber erst kürzlich einen Teil der Pflichtwandelanleihen um. Er wurde damit zum grössten Hochdorf-Aktionär und hat selbst Interesse am Fortbestand der Firma: "Als Grossaktionär bin ich nach wie vor von einer erfolgreichen Zukunft von Hochdorf überzeugt" heisst es deshalb im entsprechenden Statement. Diese Zukunft sieht Hochdorf in der Babynahrung. Wie das Unternehmen nämlich schreibt, weil Pharmalys in der Vermarktung" weiterhin auf die von Hochdorf produzierte Schweizer Babynahrung setzen" wolle. Hochdorf selbst will gemäss Mitteilung verstärkt mit den eigenen Marken Bimbosan und Babina auftreten.

Wie lange es dauert, bis die Firma den Turnaround schafft, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Wie Hochdorf nämlich schreibt, rechnet man erneut "mit einem deutlich negativen Ergebnis" für das laufende Geschäftsjahr. 

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Hochdorf: Die Bauern sollens richten
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