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Gosteli-Archiv: Das Gedächtnis der schweizerischen Frauenbewegung ist gerettet

Der Fortbestand des Gosteli-Archivs war nach dem Tod von Frauenrechtlerin und Feministin Marthe Gosteli unsicher. Jetzt hat der Bund dem Archiv jedoch rund zwei Millionen Franken zugesprochen und damit die Schliessung verhindert.


Das Gosteli-Archiv zur Geschichte der Schweizerischen Frauen und Frauenbewegung wurde kurz vor dem 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts zur Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung erklärt. Nach genauer Prüfung hat der Bund entschieden, dem Archiv in den nächsten vier Jahren rund zwei Millionen Franken zu zahlen, schreibt das SRF in einem Bericht. Zusätzlich könnten Zahlungen vom Kanton Bern erfolgen. 

Es fehlte das Geld 

Seit dem Tod von Gründerin Marthe Gosteli vor fast vier Jahren stand das Archiv vor der Auflösung, da das Geld fehlte, so das SRF. Das 2019 von der Stiftung eingereichte Gesuch beim Bund wurde nun angenommen und rettet das «Gedächtnis der schweizerischen Frauenbewegung» vor der Schliessung.

Die Frauenrechtlerin und Feministin Marthe Gosteli gründete das Archiv 1982 in ihrem Elternhaus im bernischen Worblaufen und finanzierte es aus ihrem eigenen Vermögen. Schon Jahre zuvor setze sich Gosteli für das Frauenstimmrecht in der Schweiz ein.

Erfahren Sie in unserem Porträt mehr über Marthe Gosteli.

Digitale Erschliessung im Fokus

Jetzt wo die Finanzierung des Archivs gesichert ist, will sich das Team auf die digitale Erschliessung der Bestände fokussieren, schreibt das SRF. Unter anderem heisse das, in den Online-Datenbaken Verzeichnisse zu erstellen und audiovisuelle Dokumente zu digitalisieren.

Das Gosteli-Archiv

Im Archiv werden Archivalien von Frauenorganisationen, Frauenverbänden und einzelnen Frauen, die in Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Gesellschaft und Familie eine wichtige Rolle gespielt haben, heisst es auf der Website des Archivs. Bis heute umfasse das Archiv über 400 Bestände und führe eine Fachbibliothek, eine Broschüren- sowie eine Dokumentensammlung von biografischen Notizen. Die Benutzung von Archiv und Bibliothek ist allen interessierten Organisationen und Privatpersonen nach Voranmeldung unentgeltlich zugänglich.

Unter anderem findet man die Bestände dieser Organisationen im Archiv:

  • Bäuerinnenschule Uttewil 
  • Kantonalverband reformierter Landfrauen Freiburg
  • Landfrauenverein Fraubrunnen und Umgebung
  • Landfrauenverein Moosseedorf
  • Landfrauenverein Oberbottigen
  • Schweizerischer Bund der Migros-Genossenschafterinnen - Forum elle
  • Schweizerischer Bund der Migrosgenossenschafterinnen - Sektion Bern
  • Schweizerischer Landfrauenverband SLFV
  • Verband bernischer Landfrauenvereine 
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Porträt: Hüterin der Schweizer Frauengeschichte
21.05.2017
Marthe Gosteli kämpfte an vorderster Front fürs Frauenstimmrecht. Sie verstarb letzten Monat im Alter von 99 Jahren.
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Der Platz unten links am ovalen Tisch im Sitzungszimmer des Gosteli-Archivs bleibt von nun an leer. Dessen Gründerin Marthe Gosteli starb letzten Monat im Alter von 99 Jahren. «Es ist ruhig geworden im Haus. Sie fehlt uns», meint Silvia Bühler, Leiterin des Gosteli-Archivs. Im Archivalltag kommt dem Team noch häufig der Gedanke: Jetzt würde sie das machen oder das sagen. Denn das Archiv ist nicht ...
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