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Erste Reklamationen wegen Fahrenden

Die Vermietung von Spontanplätzen an Fahrende scheint ein lukratives Geschäft für Bauern. Doch aus dem Kanton Aargau gibt es bereits erste Reklamationen wegen Verschmutzungen und Schäden.


Publiziert: 08.05.2018 / 15:12
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"So eine Sauerei habe ich noch nie erlebt", ärgert sich Hubert Bereuter aus Villmergen, Jagdaufseher der Region, über die Verschmutzung eines Waldstückes, neben dem Fahrende im April während eines Monats auf einer Wiese in Besenbüren  campierten. Was Bereuter alles vorfand, und wie es stank, dafür fehlen ihm noch heute fast die Worte. Und seine Kritik ist harsch: "Die Bauern kassieren, die Gemeinde weiss nichts, und wir Jäger haben den Dreck, obwohl wir Pachtzinse zahlen und den Wald hegen und pflegen." Sowohl Polizei wie Gemeindevertreter waren nach seiner Reklamation vor Ort, Gespräche fanden statt, offenbar ohne grossen Erfolg. Inzwischen sind die 35 Wohnwagen wieder weg. Ebenfalls fand ein Landwirt in einem angrenzenden Rapsfeld unliebsame Überraschungen. Darunter Gegenstände, die beispielsweise bei Bekanntschaft mit einem Mähdrescher richtig teuer werden könnten.

Vorsorgen hilft am meisten

Weil nun die Fahrenden vermehrt unterwegs seien, gebe es bereits wieder negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung, bestätigt der Bauernverband Aargau (BVA). Gemäss Aargauer Recht sind pro Landwirtschaftsbetrieb für Spontanhalte von  Fahrenden jährlich maximal zwei Aufenthalte zu maximal zwei Wochen zulässig. Die Vermieter seien verantwortlich, dass die Auflagen des Mietvertrages durchgesetzt würden, wie etwa bezüglich Abfällen oder Abwasser. Der BVA ruft in seinem aktuellen Newsletter dazu auf, sich an das Merkblatt zu halten und die Vereinbarungen durch Sanktionen zu sichern. BVA-Geschäftsführer Ralf Bucher warnt: "Die Verursacher sind nach einer Abreise oft nicht mehr auffindbar. Dann kann auch der Grundeigentümer für Schäden an Dritten haftbar gemacht werden."

Christoph Bürgi ist Projektleiter bei der Aargauer Fachstelle Fahrende und rät, dass bei Mietabschlüssen in jedem Fall die Gemeinde informiert werden sollte, die den Aufenthalt allenfalls der Regionalpolizei bekannt gibt. Die Gemeinden seien Aufsichtsbehörde und müssten gegebenenfalls einschreiten. Nach Bedarf könne auch ein interkultureller Vermittler aufgeboten werden, der vor allem bei Konflikten mit ausländischen Fahrenden vermittle und das gegenseitige kulturelle Verständnis unterstütze.

js

Ausführlicher Artikel in der BauernZeitung vom 11. Mai. Lernen Sie die BauernZeitung jetzt 4 Wochen kostenlos kennen und gewinnen Sie einen Reisegutschein im Wert von 3000 Franken

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