Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Die Güllelöcher drohen zu überlaufen

Wegen anhaltender Regenfälle und der Schneeschmelze läuft jetzt zusätzliches Wasser in die Jauchegruben. Die Kapazität wird vielerorts sehr knapp. Darf man im Winter überhaupt Güllen?


Es ist erst Anfang Februar und vielerorts sind die Güllelöcher schon bedrohlich voll. Der Grund: Das viele Schnee- und Regenwasser, das momentan in die Güllegruben fliesst, lässt manchen Bauern verzweifeln. Vor allem offene Güllelager und betonierte Laufhöfe sorgen jetzt für zusätzliche Güllemengen. Schliesslich muss Abwasser aus den Laufhöfen in die Güllegruben geleitet werden.

Zum Glück noch gegüllt

Vielerorts suchen nun die Landwirte und Lohnunternehmer verzweifelt nach freien Lagerkapazitäten. «Ich bin froh, dass ich vor vier Wochen noch güllen konnte», sagte ein Landwirt aus dem Berner Seeland. «Ich wüsste bei diesen Verhältnissen wirklich nicht, ob ich genug Lager­kapazität bis zum Frühling hätte», so der Landwirt. Hält die Schlechtwetterperiode weiter an, könnte sich die Situation zunehmend verschärfen. Denn ein Ausbringen der Gülle ist momentan nicht möglich. So verweist das Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf die Vollzugshilfe Nährstoffe und Verwendung von Düngern (Bafu und BLW, 2012). «Damit flüssige Dünger nicht auf schneebedeckte, gefrorene, ausgetrocknete oder wassergesättigte Böden ausgebracht werden, muss genügend Lagervolumen zur Verfügung stehen», hält das Bafu fest.

Dünger verwerten können

Stickstoffhaltiger Dünger dürfe nur dann ausgebracht werden, wenn die Pflanzen ihn auch verwerten können. «Dies muss auch für Jahre mit nassen und langen Wintern gewährleistet sein», sagt das Bafu auf Anfrage. Gülle darf zudem erst ausgebracht werden, wenn die Durchschnittstemperatur während sieben Tagen über 5°C liegt.

Massnahmen prüfen

Sind die Güllegruben voll und es kann trotz allen Bemühungen keine Lösungen gefunden ­werden, sei mit den Landwirtschafts- und Gewässerschutzfachstellen Kontakt aufzunehmen, erklärt das Bafu. «Nebst der Suche nach freier Lagerkapazität in der Umgebung bieten sich als weitere Lösungsmöglichkeiten insbesondere die Reduktion der Wassereinleitung in den Güllebehälter (z. B. von Dachwasser) oder die Produktion von Mist statt Gülle an», empfiehlt das Bafu weiter. 

Gefällt Ihnen was Sie lesen?

Warum nicht mal drei Monate «schnuppern»? Für nur CHF 25.- erhalten Sie 12 Print-Ausgaben (Regionen nach Wahl) sowie den kostenlosen Online-Zugriff.

Schnupperabo jetzt bestellen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Güllen im Winter bleibt heikel
15.12.2020
Der Kanton Luzern erlässt eine aktualisierte Checkliste für den Umgang mit Hofdünger in den Wintermonaten. Bei Fehlern beim Güllen drohen Umweltschäden und Bussen von mehreren tausend Franken.
Artikel lesen
Wer jetzt seine Felder güllt, ist ein unverbesserlicher Umweltverschmutzer. Und macht sich zudem strafbar. Denn dass jetzt im Dezember und auch Januar die Vegetationsruhe unterbrochen wird, dass also die Temperatursummen ­genügend hoch sind, ist nicht realistisch. Diese beiden Wintermonate gelten denn auch grundsätzlich als Vegetationsruhe. Anders war das im Oktober und November, die milden Tage ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns