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Deutschland überholt die Schweiz: Detailhändler wollen Ausstieg aus Kükenvergasen

Deutsche Detailhändler wollen ab 2021 nur noch Eier aus Beständen einkaufen, die ohne Tötung der männlichen Küken auskommen. In der Schweiz ist man noch nicht soweit.


Seit Anfang Jahr ist das Shreddern von männlichen Gebrüdern der Legehennen-Küken in der Schweiz verboten. Erlaubt ist aber weiterhin die Vergasung, auch weil sich die Alternativen noch nicht wirklich durchgesetzt haben.

Wie alt darf das Embryo for der Tötung sein?

Bei der Mast von sogenannten Bruderhähnen braucht es deutlich mehr Futter für ein Tier, das eine deutlich längere Mastdauer benötigt, als ein Masthybride, womit seine Haltung nicht ressourceneffizient ist. Die Geschlechterbestimmung im Ei andererseits kommt langsam aber sicher in die Praxisreife.

Doch hier stellt sich bereits die nächste ethische Frage: Wie alt darf der Embryo im Ei sein, dass man ihn noch ohne Bedenken töten darf? Hier haben sich diverse Bio- und Tierschutzexponenten bereits distanziert, sie wollen kein Embryotöten und setzen eher auf die Bruderhähne.

Nun droht die Schweiz von Deutschland überholt zu werden. Wie die «SonntagsZeitung» (SoZ) berichtet, hätten mit Lidl und Kaufland letzte Woche gleich zwei deutsche Detailhändler mitgeteilt, dass sie ab 2021 nur noch Legehennen aus Vergasungsfreier Produktion wollen. Auch Rewe und Aldi hätten bereits angekündigt, ihr Eiersortiment entsprechend anpassen zu wollen, heisst es dort.

Schweizer Grossverteiler hinken hintennach

In der Schweiz hinkten die Grossverteiler hinterher, berichtet die SoZ weiter. Coop beobachtet die Entwicklung, Migros testet im Moment Eier unter dem Label Respeggt (Eier aus Geschlechtererkennung) in den Regionen Zürich und Genf und will das Angebot ausbauen, falls es in den Testgebieten ein Erfolg wird.

In Deutschland liegt das schnellere Vorgehen auch im politischen Druck begründet. Laut dem Artikel plant das Bundesagrarministerium ein Verbot des Vergasens ab 2021. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner begründete das Vorgehen mit dem zaghaften Agieren in der Branche.

Markanter Mehrpreis

In der Schweiz setzt man derweil auf eine Branchenlösung, so Daniel Würgler, Präsident von GalloSuisse. Würgler hat aber Bedenken und fragt sich, ob die Konsumenten tatsächlich bereit sind, die nötigen Mehrkosten zu tragen. Diese sind beachtlich, 6 Bioeier aus dem Bruderhahnsystem kosten Fr. 5.95, einen Franken mehr als diejenigen ohne ethische Absicherung.

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