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Der schwimmende Kuhstall hat in Rotterdam angelegt

Die Niederländer sind bekannt für futuristische Projekte in der Landwirtschaft. Bis Ende Jahr wollen sie am Hafen von Rotterdam einen schwimmenden Kuhstall einrichten. Seit Sonntag ist das Fundament vor Ort.


Publiziert: 03.07.2018 / 13:09

Es ist ein Projekt, wie es wohl nur die Holländer auf die Reihe bringen. Nahe an den Konsumenten, im Hafen von Rotterdam, entsteht bis Ende Jahr ein schwimmender Stall mit 40 Montbéliarde-Kühen. Die Wasser-Farm wird auf einem 2800 Quadratmeter umfassenden Floss untergebracht. Es landete am Sonntag an seinem Bestimmungsort und soll nun bis Ende Jahr ausgebaut werden. 

Geschlossenes System

Geplant ist auf den 28 Aaren ein mehrstöckiges Konzept. Neben der Milch soll auch das Futter teilweise auf der Plattform produziert werden, das wiederum unter anderem mit Hilfe der anfallenden Nährstoffe erzeugt wird, wobei es für 40 Kühe sehr viele Etagen mit Gras unter LED-Licht brauchen dürfte. Den Rest der Ration wollen die Initiatoren mit Restprodukten aus der Lebensmittelherstellung abdecken.

Zur Einrichtung gehören auch eine Abwasserreinigungs- und eine Milchverarbeitungsanlage. Die Plattform wird dereinst überdies auch Besuchern offenstehen, wie man auf der Website der schwimmenden Farm erfährt.

Hinter dem Projekt stehen drei Institutionen: Courage, die Innovationsplattform der holländischen Milchindustrie, Uit je eigen Stad (Aus der eigenen Stadt), ein Stadtlandwirtschafts-Unternehmen und Beladon, eine Firma, die auf schwimmende Plattformen spezialisiert ist und auf deren Website man tieferen Einblick in die schwimmende Farm erhält.

Der Bevölkerung die Landwirtschaft näherbringen

Ziel der schwimmenden Farm ist laut dem Chef von Beladon, Peter van Wingerden, der steigenden und immer stärker urbanisierten Weltbevölkerung die Landwirtschaft näher zu bringen und sie gleichzeitig mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Oberste Priorität habe dabei das Tierwohl, die Kühe können auf einer eigenen Etage im ersten Stock permanent frei zirkulieren. Je nachdem, wo die Plattform steht ist auch denkbar, dass sie diese für die Tagesweide verlassen.

Mittelfristig soll auch ein Hühnerstall angegliedert werden. Van Wingerden betont in einem Interview (englisch), dass er nicht bestehende Betriebe konkurrenzieren wolle, sondern neue Optionen aufzeigen.

akr

 

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