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Bundesrat will Fruchtfolgeflächen in der Schweiz besser schützen

Dank der neuen Bodenstrategie des Bundesrats soll bis 2050 netto kein Boden mehr verloren gehen. Ein neuer Sachplan Fruchtfolgeflächen soll die fruchtbarsten Schweizer Böden schützen.


Der Umgang mit Boden in der Schweiz sei nicht nachhaltig, zu viel unverbauter Boden, Kulturland und Bodenqualität gehe verloren, schreibt der Bundesrat. Damit soll nun Schluss sein. Das Massnahmenpaket des Bundesrats umfasst drei Punkte:

1. Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF)

Das Ziel des revidierten Sachplans ist der Schutz der fruchtbarsten Böden in der Schweiz. In seiner überarbeiteten Form gibt der Sachplan weiterhin für jeden Kanton gemessen an seiner Grösse ein bestimmtes Kontingent an FFF vor, die erhalten bleiben müssen. Die Umsetzung ist aber national vereinheitlicht worden.

Ausserdem gibt es einheitliche Qualitätskriterien für FFF und ebensolche Regelungen zur Kompensation, wenn FFF überbaut werden. 

Mehr Informationen: Faktenblatt Sachplan Fruchtfolgeflächen

2. Kompetenzzentrum Boden Kobo

Um den Sachplan Fruchtfolgeflächen umzusetzen, braucht es mehr Informationen über die Böden verschiedener Regionen in der Schweiz. Dazu schafft der Bund mit dem Kompetenzzentrum Boden Kobo eine nationale Service- und Beratungsstelle. Das Kobo soll eine Bodenkarte der ganzen Schweiz erstellen, bzw. die dazu nötigen Arbeiten koordinieren und die Zuständigen mit den nötigen Informationen (etwa zum methodischen Vorgehen) versorgen.

Mehr Informationen: Faktenblatt Kompetenzzentrum Boden

3. Nationale Bodenstrategie

Die Vision der nationalen Bodenstrategie ist laut Bundesrat eine nachhaltige Bodennutzung. Dabei geht es um den langfristigen Erhalt der Bodenfunktionen (Produktion, Regulierung, Lebensraum, Untergrund für Bauwerke, Ressourcen und Archiv). 

Die Strategie verfolgt sechs Ziele:

  1. Weniger Boden verbrauchen (wird eine Fläche überbaut, müssen die Bodenfunktionen andernorts kompensiert werden)
  2. Bodenverbrauch lenken (aufgrund der nationalen Bodenkartierung wird der Bodenverbrauch geplant und Interessen abgewägt)
  3. Boden vor Schäden schützen (Rücksicht auf den momentanen Zustand des Bodens und seine Empfindlichkeit bei der Nutzung)
  4. Degradierte Böden wiederherstellen (wo möglich und verhältnismässig)
  5. Sensibilisieren für Empfindlichkeit und Wert von Boden (damit Massnahmen für den nachhaltigen Umgang mit Boden akzeptiert werden)
  6. Internationales Engagement stärken (Die Schweiz sei über Klimaauswirkungen und Nahrungsmittelimporte auch auf den Erhalt der Böden im Ausland angewiesen)

Die nationale Bodenstrategie ist laut Bundesrat die strategische Grundlage für den Bodenerhalt und habe die Basis geliefert für den revidierten Sachplan FFF und das Kobo.

Mehr Informationen: Faktenblatt zur nationalen Bodenstrategie

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