Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Artenvielfalt: Ein Kelch der seltenen Art

In einem Rebberg in Dachsen gedeiht ein sehr schöner und seltener Pilz.


Previous Next

Dachsen In einem Rebberg in Dachsen im Zürcher Weinland ist in diesen Tagen ein ganz spezieller, sehr auffallender und vor allem sehr seltener Pilz gefunden worden: Der zinnoberrote Kelchbecherling gilt in der Pilzwelt als ausgesprochen schöne Seltenheit und ist deshalb schützenswert. Entsprechend sind Vorkommen und Funde dieses Pilzes eine Seltenheit. Dieser eher kleine Pilz gedeiht im Winter und kommt bis im Mai oder bis zur Schneeschmelze vor. In Dachsen wurde der Pilz in einer konventionell bewirtschafteten Weinbergparzelle mit einem sehr alten Rebbestand entdeckt. Er wird auch als scharlachroter Kelchbecherling oder als Zinnoberroter Prachtbecherling bezeichnet.

Auffallende Fruchtkörper

Der Kelchbecherling weist einen kelchförmigen Fruchtkörper auf, der für Pilzarten sehr selten ist. Sein Name bezieht sich denn auch auf das vom Fruchtkörper gebildete Gefäss in Form eines sehr kleinen Kelchs, einer kleinen Schüssel oder eines Pokals. Die stark rot leuchtende Fruchtschicht in der Innenwand des Kelches ist wohl das auffälligste äussere Merkmal dieses Pilzes. Botanisch gehört er zur Klasse der Schlauchpilze und wächst bevorzugt auf basischen Böden. Die auffallenden Fruchtkörper erscheinen nach der Schneeschmelze. Sie können unter günstigen Bedingungen bereits im späten Winter wachsen. Frost kann dieser Pilz unbeschädigt überstehen. Der Pilz mit einem kurzen Stängel ist im Innern leuchtend zinnrot und äusserlich deutlich heller. Das Fleisch wird in der Fachliteratur als eher dünn und wachsartig bezeichnet. Es wird mit dem Alter zäher und bleibt mehrere Wochen erhalten. Die oft sehr kleinen Pilze sind unter dem sich langsam zersetzenden Reblaub kaum sichtbar. Sie können einen Durchmesser von 4 bis 5 Zentimeter erreichen. Der zinnoberrote Kelchbecherling ist grundsätzlich im pazifischen Nordwesten, in Mitteleuropa und in Kalifornien heimisch.

Auf der Roten Liste

Bei uns ist diese Pilzart ganz selten. In Deutschland befindet sie sich gar auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Gemäss der Fachliteratur gilt der zinnoberrote Kelchbecherling als ungiftig und essbar. Doch er ist nicht besonders schmackhaft. Ebenfalls gemäss Fachliteratur wächst diese Pilzart auf am Boden liegenden und teilweise verfaulten oder bemoosten Zweigen und Stämmen von Laubholz. Der Fund in Dachsen zeigt aber nun, dass sich der Pilz auch auf morschem Rebholz sehr wohl fühlt.

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Studie: Biodiversität lohnt sich finanziell auf intensiven Flächen
22.01.2020
Mehr verschiedene Pflanzen auf intensiven Flächen anzubauen, lohnt sich finanziell: Es kann mehr Milch produziert werden. Die Futterqualität bleibt gleich, aber die Menge steigt.
Artikel lesen
Wenn es Biodiversität geht, denkt man meist an extensive Wiesen, Biodiversitätsförderflächen (BFF) eben. Dass sich mehr verschiedene Pflanzen auch bei intensiver Nutzung wirtschaftlich für Milchbauern auszahlen, zeigt eine neue Studie von Forschenden der ETH Zürich und Agroscope.  Ein wirtschaftlicher Ansatz Dass Artenvielfalt bei Pflanzen verschiedene positive Auswirkungen haben kann, ist ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns