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Agrarpolitische Einigkeit über Parteigrenzen hinweg

Am Podium des Berner Bauernverbands kreuzten Agrarpolitiker die Klingen. Sie waren sich weitgehend einig darin, dass es faire Preise, Grenzschutz und weniger Administration braucht. Ungeklärt blieb die Frage, woran die Umsetzung bis anhin scheiterte.


Es war ein an sich eher erstaunliches Fazit des agrarpolitischen Podiums am Freitagnachmittag in Münsingen: Man ist sich in den wichtigsten Fragen einig, wie bereits die einleitenden Referate der auftretenden Politiker zeigten. SVP-Ständerat Werner Salzmann stellte erstaunt fest, dass er praktisch die gleichen Folien mitgebracht hatte, wie die vor ihm referierende Christine Badertscher.

"Keine bösen Menschen"

Die frisch gewählte grüne Nationalrätin hatte zuvor für einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad plädiert. Dies werde immer wichtiger, auch wegen dem Klimawandel, der die Produktion international unter Druck setzt – bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung.

Badertscher bezeichnete im Einklang mit ihren Nachrednern Salzmann und SBV-Präsident Markus Ritter, dass die Initiativen den gesellschaftlichen Druck aufzeigten, die angepeilten Massnahmen seien aber nicht zielführend. Markus Ritter sagte, die Initianten seien «keine bösen Menschen, aber sie verstehen ein bisschen nichts». Einig war man sich auch darin, dass die Landwirtschaft Teil der Lösung sein müsse und die besseren Rezepte habe, als die Initianten.

GLP will regionale Kreisläufe

Ebenso unbestritten war, dass die Landwirtschaft kostendeckende Preise braucht, damit auch kommende Generationen dem «schönsten Beruf der Welt» (Zitat Salzmann) noch nachgehen wollten. Dem konnte sogar Jürg Grossen beipflichten. Der Nationalrat und Präsident der Grünliberalen Partei will dabei auf möglichst regionale Produktion setzen, die gleichzeitig klimaschonend und natürlich nachhaltig sein soll.

Markus Ritter wies in diesem Zusammenhang auf die Zielkonflikte zwischen Tierwohl-Ställen und Ammoniakemissionen hin. Ein weiterer Konflikt entstehe aus der Forderung, die Futtermittel-Importe zu drosseln, so Ritter. Das habe zur Folge, dass mehr Lebensmittel und letztlich auch Handelsdünger importiert werden müsse, um die Nährstoffbilanzen ausgeglichen zu gestalten.

Moderator Christian Strübin zeigte sich erstaunt über die hohe Einigkeit zwischen den Votanten und fragte sich, woran denn die Umsetzung scheitere. Hier fand man keine schlüssige Antwort. Einzig in Sachen administrativer Vereinfachung wurde ein Schuldiger ausgemacht: die Bundesverwaltung. Hier habe es ein Grossprojekt von Ex-BLW-Direktor Bernard Lehmann und Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann gegeben, dieses sei aber kolossal gescheitert am Widerstand der Verwaltung, so Markus Ritter.

"Konsumenten erziehen funktioniert nicht"

Unklar blieb auch, wie man die Konsumenten für vermehrten nachhaltigen Konsum gewinnen könnte. Hier wurde mehrmals auf den bescheidenen Bioanteil von rund 12 Prozent am Gesamtvolumen verwiesen. Versuche, die Konsumenten zu erziehen seien aber bisher immer vergeblich gewesen, erklärte Christine Badertscher.  

 

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