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Abfall endet für Ziege mit dem Tod

Im Oberaargau muss eine Ziege getötet werden. Ihr Besitzer ist sicher: Es lag am gefressenen Abfall im Dürrfutter.


«Jetzt hat es uns auch erwischt», schreibt Peter Blaser-Jenni in einem Post auf Facebook. Er musste eine seiner Ziegen erlösen, obwohl auch der Tierarzt keine klare Diagnose machen konnte. Blaser geht von einem Fremdkörper aus, den das Tier im Dürrfutter gefressen haben muss und schliesslich das Töten des Tieres unumgänglich gemacht hat. Das Futter stammt von einer Biodiversitätsförderfläche im Gebiet Wangen an der Aare im bernischen Oberaargau. Dieses enthält immer wieder Abfall; Büchsen aber auch Hundekotbeutel, die rücksichtslos liegen gelassen werden.

"Nehmt den Abfall nach Hause"

Blaser ruft auf, den Abfall mit nach Hause zu nehmen und ihn nicht einfach auf Grünland achtlos zu hinterlassen. Für diesen Aufruf erntet er viel Beachtung. Littering scheint für viele Bauern ein Problem darzustellen. 

 

Zahlen sind nicht bekannt

Beim Schweizer Bauernverband (SBV) ist die Problematik bestens bekannt. Zahlen zu den Fällen seien aber nicht bekannt. «Es gibt keine statischen Erhebungen zum Thema Littering und den daraus entstehenden Schäden an Tieren oder Maschinen», erklärt Sandra Helfenstein vom SBV auf Anfrage der BauernZeitung. Gefühlt nehme das Problem mit dem herumliegenden Abfall weiter zu. «Wie oft es zu litteringbedingten Gesundheitsproblemen bei Tieren oder gar Notschlachtungen kommt, ist ebenfalls unklar. Das Problem ist, dass es meist beim Verdacht des Tierarztes bleibt, ausser man findet im Futter entsprechende mögliche Beweisstücke.  Kaum jemand lässt ein totes Tier nachher noch obduzieren, weil niemand die Kosten dafür übernimmt. Entsprechend sagen die Tierspitäler sie hätten kaum solche Fälle und wenn seien es oft auch Fremdkörper wie Nägel, die auch vom Betrieb selber stammen können», führt Helfenstein aus.

Infomaterial ist beim SBV erhältlich

Zur Unterstützung gegen Littering bietet der SBV Infomaterial. «Wir haben drei verschiedenen Tafeln, ein Plakat, eine Minibroschüre sowie ein Messemodul im Angebot, mit denen die Landwirte und landwirtschaftliche Organisationen für eine korrekte Abfallentsorgung sensibilisieren können. Die Tafeln werden rege nachfragt, wir produzieren jährlich nach», erklärt Sandra Helfenstein.
Link zur Bestellung:  https://www.sbv-usp.ch/de/schlagworte/littering/

Was kann sonst noch getan werden?

Aber was können Bauern gegen das Problem Littering konkret tun? «Entlang von besonders betroffenen Strassen und Wegen die Tafeln aufstellen», sagt Sandra Helfenstein. Diese müssten sinnvollerweise immer mal wieder verschoben werden, damit sie auch wahrgenommen würden. «Allenfalls daraus ein Mahnmal machen, wie es der Aargauer Bauernverband macht. Dort werden die Tafeln mit einem Drahtgitterkorb ergänzt, in dem die Bauern den zusammengelesenen Abfall reintun, um ihn optisch sichtbar zu machen.» Abfall vor dem Mähen zusammenlesen, sei eine weitere mögliche und teils auch nötige Massnahme. Allenfalls sei es auch angezeigt, den Kontakt mit der Gemeinde zu suchen und um Unterstützung beim Aufräumen zu fragen und darum zu bitten, dass der zusammengelesene Abfall kostenlos korrekt entsorgt wird. «In vielen Kantonen wird Littering heute gebüsst. Allenfalls kann man die lokale Polizei auch auffordern, zu geeigneten Zeiten entsprechende Kontrollen an neuralgischen Orten durchzuführen und entsprechende Bussen zu verteilen», rät Sandra Helfenstein.

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