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2020 ist ein gutes Jahr für Schweizer Weihnachtsbäume

Die Schweizer Weihnachtsbäume sind dieses Jahr dank guter Witterung von bester Qualität. Die Direktvermarkter müssen wegen Corona Anpassungen vornehmen, hoffen aber auf eine ähnliche Nachfrage wie in den letzten Jahren.


Eine grosse Angst der Christbaum-Produzenten ist jeweils der Spätfrost im Frühjahr. Wenn die Bäume bereits getrieben haben und der Frost kommt, werden die Knospen braun und sterben ab. Einige können gerettet werden, andere gelangen nicht mehr in den Verkauf.

Die Bäume seien dieses Jahr aber gut gewachsen und es habe wenig Spätfrost und Hagel gegeben, sagt Philipp Gut, Geschäftsführer der IG Schweizer Christbaum. Das kann Produzent Hansjakob Häberli vom Häberlihof in Allmendingen bei Bern bestätigen. «Unsere Tannenbäume blieben glücklicherweise vom Spätfrost verschont, da sie noch nicht ausgetrieben hatten, als die frühen Obstsorten leicht beschädigt wurden.»

Wüchsiges Weihnachtsbaum-Wetter

Unter der Frühjahrstrockenheit etwas gelitten hätten die jungen, 3- bis 4-jährigen Bäume. Diese musste Häberli bewässern. Nach der Frühjahrstrockenheit folgte bei Häberlis Tannenbäumen mit genügend Niederschlag «wüchsiges» Wetter. «Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden», sagt er. Er sei zudem dankbar, dass die Anlage von Hagel verschont geblieben ist.

Die Bäume werden nach Bedarf geschnitten

Der Häberlihof erwartet dieses Jahr eine mit den Vorjahren vergleichbare Nachfrage, sollten die Massnahmen nicht verschärft werden. Dass die Leute über die Festtage eher Zuhause bleiben, könnte sich gar positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. «Eine Restunsicherheit ist aber vorhanden», sagt Häberli. «Ich bin froh, dass ich die Bäume nicht bestellen und einkaufen muss, sondern je nach Bedarf schneiden kann.»

Etwas weniger als die Hälfte der in der Schweiz verkauften Bäume stammen aus dem Inland, der Rest wird importiert. Die meisten Importbäume kommen aus Dänemark – einem Christbaum-Grossproduzenten.

Der grosse Vorteil der Schweizer Bäume seien die Frische und die kurzen Transportwege, sagt Philipp Gut. Viele Privatkunden verlangten auch deshalb nach Schweizer Bäumen. Hansjakob Häberli verkauft seine Bäume über den Engros-Handel und über den Direktverkauf, der ein wichtiges Standbein ist. «Unsere Bäume werden kurz vor dem Verkauf geschnitten», sagt Häberli. Die Bäume bleiben damit in der Stube länger haltbar.

Wachstumskontrolle manuell statt chemisch

Er betont zudem, dass in der Schweiz die Treibregulierung mechanisch durchgeführt wird. Ohne einzugreifen würden die Abstände zwischen den einzelnen Astkränzen zu gross. In der Schweiz werden im Frühling mit Klemmen die Saftbahnen manuell abgeklemmt, damit die Triebe kürzer werden. In Dänemark hingegen kontrollieren die Produzenten das Wachstum mit Chemie. «Wer Weihnachtsbäume aus der Schweiz kauft, kann ein rundum gutes Gefühl mit einem Baum mit bekannter Herkunft aus der Region haben», sagt Häberli.

5 Tipps für den perfekten Christbaum

1. Nicht jeder Baum ist gleich

Ein klassischer Weihnachtsbaum ist die Rottanne (Fichte). Sie ist günstig, hält aber nicht lange. Die Nordmannstanne ist deutlich teurer, aber länger haltbar. Wer es dekorativ mag, der könnte zur Blaufichte greifen, die intensiv graublau gefärbt ist.

2. Draussen lagern

Wenn Sie den Baum noch nicht schmücken wollen, so lagern sie ihn draussen an einem kühl-feuchten Ort und stellen Sie ihn in einen Wasserkübel.

3. Ständer mit Wasserbehälter

Benutzen Sie einen Christbaum-Ständer mit Wasserbehälter, bei dem Sie den Baum nicht anspitzen müssen. So kann der Baum das Wasser leichter aufnehmen.

4. Mit Wasser besprühen

Besprühen Sie den Baum täglich mit Wasser. So bleibt er länger frisch.

5. Achtung Brandgefahr

Unterschätzen Sie niemals die Brandgefahr. Trockene Nadeln entzünden sich explosionsartig.

Quelle und weitere Infos: Minibroschüre «Christbäume - so finden Sie den richtigen»

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