Bauernzeitung | Logo | Home
Schweiz-International
Publiziert: 27.09.2018 / 13:58
Indische Bauern verwenden lebensgefährliches Pestizid aus der Schweiz

In Indien führt der Einsatz von einem Syngenta-Insektizid zu Todesfällen und schweren Gesundheitsschäden. Dies berichtete die Sendung 10 vor 10 aufgrund Ermittlungen der Organisation Public Eye. Syngenta bezeichnet die Medienberichte als falsch.

In Indien kommen während der Erntezeit verbotene hochgiftige Pestizide zum Einsatz. Auch ein Insektizid der Schweizer Firma Syngenta ist in Indien ganz einfach erhältlich. Wie Recherchen von «10vor10» zeigen, ist es nach wie vor erhältlich, obwohl das Produkt nicht mehr zugelassen ist.

In einer Stellungnahme bezeichnet Syngenta die Medienberichte als falsch. Der Konzern begründet den Export mit unterschiedlichen regulatorischen Kriterien sowie klimatischer und agronomischer Bedingungen. Zudem werden die Landwirte im sicheren Umgang mit Pestiziden unterstützt.

Der Verein Public Eye will aufgrund den Ermittlungen um den «Skandal von Yavatmal» ein Ausfuhrverbot erreichen. Gemäss dem Verein hält sich Syngenta nicht an internationale Richtlinien zum Schutz der Bauern.

sbu

Spannende Geschichten per E-Mail erhalten

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Landwirtschaft, unterhaltsame Videos, die neuesten Marktpreise und aktuelle Stellenangebote: Melden Sie sich jetzt kostenlos für den Newsletter an.

Ähnliche Artikel

Syngenta zahlt Schadenersatz in Milliardenhöhe

Zehntausende Landwirte, Getreideverarbeiter und Ethanolhersteller haben in den USA eine Sammelklage gegen den Schweizer Pflanzenschutzmittel- und Saatgutvhersteller Syngenta eingereicht. Grund: Wirtschaftliche Schäden durch das genetisch veränderte Maissaatgut «Viptera». Jetzt wurde eine Übereinkunft erzielt.

 

19.03.2018

Bayer und Syngenta kämpfen gegen Neonicotinoid-Verbot

Der deutsche Chemieriese Bayer hat Berufung gegen Teilverbote von mutmasslich bienenschädlichen Neonicotinoiden angekündigt. Gut zwei Monate zuvor hatte das Gericht der EU das Teilverbot in einem Urteil bestätigt. Syngenta fordert ihrerseits Schadenersatz.

28.07.2018

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.