Bauernzeitung | Logo | Home
Schweiz-International
Publiziert: 22.11.2018 / 17:21
Hohes Interesse an herbizidfreiem Getreide-Anbau

Ex-"Gipfelikönig" Fredy Hiestand stellt die Getreideproduktion auf "pestizidfrei" um und die IP-Bauern sprechen gut an. Die per Mail gesuchten Produzenten waren innert Kürze gefunden. Auch die Migros-Grossbäckerei Jowa ist interessiert.

Der frühere «Gipfelikönig» und Grossbäcker Fredy Hiestand hat sich nach seinem Rückzug aus dem gleichnamigen Unternehmen ein neues Standbein aufgebaut. Laut einer Mitteilung von dieser Woche will «Fredy's AG» ab 2019 auf «pestizidfrei» produziertes Getreide setzen. Das macht insofern Sinn, als er sich auch als Unterstützer der Trinkwasser-Initiative in Szene setzt.

Vorläufig 700 Hektaren

Das nötige Getreide für das Projekt liefern ihm die Produzenten von IP-Suisse. Nötig ist laut der Mitteilung eine Fläche von 700 Hektaren. Die Organisation hat sie mittels Mail-Versand gesucht und bereits gefunden, wie Geschäftsführer Fritz Rothen auf Anfrage erklärt. Sie müssen lediglich noch auf Herbizide verzichten, da der Einsatz von Fungiziden und Insektiziden bei IP bereits untersagt ist.

Auch Migros-Tochter Jowa ist interessiert

Weitere Interessenten kommen auf eine Warteliste. Ob und wann sie in die Kränze kommen, ist noch offen. Laut Fritz Rothen ist auch die Migros-Bäckerei Jowa an einer Produktion ohne synthetischen Pflanzenschutz interessiert. Man prüfe derzeit in einem gemeinsamen Praxisversuch die Erfolgsaussichten. Längerfristig plane Jowa eine Umstellung beim IP-Getreide, so Rothen. Für den Verzicht auf Herbizide werden die Produzenten mit einer Prämie von 8-12 Fr./dt entschädigt. Die Erfüllung der Kriterien wird IP-Suisse laut Rothen mit Stichproben kontrollieren.

akr

Spannende Geschichten per E-Mail erhalten

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Landwirtschaft, unterhaltsame Videos, die neuesten Marktpreise und aktuelle Stellenangebote: Melden Sie sich jetzt kostenlos für den Newsletter an.

Ähnliche Artikel

IP-Suisse setzt sich für den Klimaschutz ein

IP-Suisse arbeitet aktuell an einem neuen Punktesystem. Mit neuen und bestehenden Massnahmen soll der Klima- und Ressourcenschutz ihrer Labelbetriebe vorangetrieben werden.

17.11.2018

IP-Suisse sucht 10‘000 Tonnen Futterweizen

Die IP-Suisse sucht für die Ernte 2019 rund 10‘000 Tonnen Futterweizen. Den Produzenten kann ein Preis von Fr. 44.-/100kg (Richtpreis Fr. 36.50 und eine IPS-Prämie von Fr. 7.50/100kg) ausbezahlt werden.

03.10.2018

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.