Dossier

Regenerative Landwirtschaft

Minimal bearbeitete, dauernd bedeckte und durchwurzelte Böden, maximale Biodiversität und die Integration von Tieren ins System stehen bei der Regenerativen Landwirtschaft im Fokus. So sollen Kulturen mit weniger Pflanzenschutz Ertrag abwerfen und Böden gestärkt werden.

Retentionsteich zum Regenwasserrückhalt aus Keylines.

Projekt Slow Water: Doppelt so viele Bauern machen mit wie erwartet

Trockenheit und Starkregen setzen Höfe unter Druck. Bauern in Luzern und Baselland setzen sich im Ressourcenprojekt Slow Water mit ihrem Wassermanagement auseinander.Show more
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  • Martin Jucker hat zusammen mit seinem Bruder Beat die Jucker Farm AG aufgebaut. Dazu gehören heute vier Betriebe bzw. Standorte und ein zehnköpfiges Führungsteam.

    «Niemand arbeitet eine Minute gratis»: Das System der Jucker Farm

    Vor- und nachgelagerte Stufen müssten Landwirten zugänglich sein, also mehr Eigenversorgung und Verarbeitung auf den Höfen, findet Obstbauer Martin Jucker. Er selbst betreibt «100 Prozent Landwirtschaft» – aber sehr anders.
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  • Auf dem Betrieb von Daniel Knobel wachsen Randen in einer Mulchschicht mit begrünten Wegen zwischen den Beeten.

    Regenerativer Gemüsebau: «Im grösseren Massstab ist es meist einfacher»

    Auch im Gemüsebau lassen sich regenerative Prinzipien umsetzen, ist Daniel Knobel überzeugt. Was er anderen empfiehlt, probiere er vorher selbst aus.
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  • Im Boden spielen physikalische, chemische und biologische Faktoren zusammen. Die Kationenaustauschkapazität (KAK) ist ein Mass für die potenzielle Bodenfruchtbarkeit, berücksichtigt aber nicht den aktuellen pH-Wert.

    Optimal ernährte Kulturen brauchen weniger Schutz – so gehts

    Bei richtiger Nährstoff-Versorgung werden Pflanzen pflegeleichter und robust. Um das zu erreichen, muss man mit angepasster Düngung über den Boden arbeiten. Das braucht ein Verständnis für den gedeckten Tisch und die Vorratskammer im Untergrund.
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  • Die Heuraufe lässt sich mit einem Flaschenzug nach oben ziehen. Denn die Rinder stehen während der Wintermonate im Stall auf einer wachsenden «kohlenstoffreichen Windel».

    Wie eine Fruchtfolge, aber mit Tieren: auf Rinder folgen Schweine und Hühner

    Der Amerikaner Joel Salatin baut verschiedene Tierarten gezielt in sein System ein. Auf Weiden und im Stall.
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  • Das Feld zu pflügen, war für Thomas Grob ein Kompromiss. Grössere Flächen wie jene im Hintergrund hat er mit Blühstreifen unterteilt.

    Thomas Grob hat mit der Regenerativen Landwirtschaft wieder Freude gefunden

    Der Zürcher Landwirt Thomas Grob startete hoch motiviert. Alles auf einmal zu wollen, habe aber nicht funktioniert. Dafür einiges andere – auf dem Acker und im Stall.
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  • Philipp Gerhardt (l.) hat sich mit seiner Firma Baumfeldwirtschaft auf Agroforstsysteme spezialisiert. Neben ihm steht Lukas van Puijenbroek und erklärte den um sie herum stehenden Exkursionsteilnehmern, wie er seine Anlage plante und umsetzte.

    183 Nussbäume, Wassergräben und Getreide

    Die Planung eines Agroforstsystems gibt fast so viel Arbeit wie das Ausbaggern der Wiesengräben und das Setzen der Bäume. Das weiss die Familie van Puijenbroek. Oberhalb von Meilen steht die neue Anlage.
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  • Gründüngungen seien keine Blühstreifen und müssten daher vor der Blüte abgestoppt und zur Flächenrotte gebracht werden.

    Was kann eine doppelte Gründüngung, das eine einzelne nicht kann?

    Zwei Gründüngungen nacheinander machen den Boden gar und verhindern Unkraut effektiv, sagt Berater Simon Jöhr. Hier finden Sie ein Rezept zur Umsetzung.
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  • «Das ist mein Weg. Das muss es aber nicht für jeden sein», sagt Adrian Brügger zur Regenerativen Landwirtschaft. Rechts sein selbst konstruierter Kon-Tiki-Pyrolyseofen.

    «Das Ziel darf nicht sein, tiefere Erträge zu akzeptieren»

    Adrian Brügger ist kein Biolandwirt, arbeitet aber regenerativ mit eigenen Fermenten und umgebauten Geräten. Ausserdem braut er in umgenutzten Milchtanks Fermente, um Kulturen zu stärken und zu schützen.
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  • Nach der Kälte Ackerkulturen mit Komposttee stärken

    Nach der Kälte Ackerkulturen mit Komposttee stärken

    Komposttee kann man auf dem eigenen Betrieb brauen. Das Biostimulans gelangt als Blattspritzung direkt in die Kultur, wobei die Wirkung nicht in erster Linie auf den Mikroorganismen beruht.
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