Dossier

Konservierende Landwirtschaft

Durch ganzflächige, intensive Bodenbearbeitung wird organische Substanz für Bodenorganismen zugänglicher und es kommt mehr Luft ins Gefüge, Humus geht verloren. Der Pflug bietet aber auch viele Vorteile, etwa eine schnellere Mineralisierung, Erwärmung und Abtrocknung des Bodens. In einer Serie informieren wir  Sie über den Stand des Wissens zur Konservierenden Landwirtschaft, die auf wendende Bearbeitung verzichtet und daher als bodenschonend gilt.

Junge setzen auf Konservierende Landwirtschaft: Drei Landwirte erzählen von ihrem Weg

Junge setzen auf Konservierende Landwirtschaft: Drei Landwirte erzählen von ihrem Weg

Der Luzerner Armin Steiner, Julian Köller aus Österreich und Paul Matka aus Deutschland haben ihre Betriebe auf Direktsaat umgestellt. Es beschäftigen sie Vollkosten, die Integration von Weiderindern auf Ackerflächen und die richtige Mechanisierung.Show more
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  • Konservierende Landwirtschaft und geschlossene Kreisläufe: «Wir sparen uns teure Traktorstunden»

    Konservierende Landwirtschaft und geschlossene Kreisläufe: «Wir sparen uns teure Traktorstunden»

    Familie Z’Rotz setzt die Konservierende Landwirtschaft auf ihrem gemischten Betrieb im Kanton Neuenburg konsequent und im grossen Stil um. Nächstes Jahr kann man ihre Ferme du Château im Rahmen des Festivals für den Boden besuchen.
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  • Gute Erfahrungen mit Direkt- und Untersaat: So geht Fritz Reusser vor

    Gute Erfahrungen mit Direkt- und Untersaat: So geht Fritz Reusser vor

    Der Landwirt aus dem solothurnischen Biezwil hat über Jahre mit einer diversen Untersaatmischung gearbeitet. Sein Ziel ist ein dauergrüner Boden. Die Untersaat ermöglichte es ihm, ohne mechanische Unkrautbekämpfung herbzidfreien Weizen anzubauen.
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  • Letzter Programmpunkt der Veranstaltung: Direktsaat einer doppelten Gründüngung in die abfrierende UFA Legu Fit. Der forstharte Bestand soll im Frühling mit einer Messerwalze terminiert werden.

    Mit verschiedenen Maschinen zum Ziel von schönem Zwischenfutter und guter Gründüngung

    Eine unebene Parzelle und ungleicher Unkrautdruck forderten die Saattechnik im Rahmen der Demoversuche in Zollikofen heraus. Der Erfolg muss dabei allerdings nicht teuer sein.
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  • Pflanzenarten – und auch einzelne Sorten – bringen in Gründüngungsmischungen ihre einzigartigen Eigenschaften und Muster von Wurzelexsudaten mit. Letztere sind Nahrung für Mikroorganismen.

    Gesunde Böden dank Gründüngungen: «Vielfalt heiss das Zauberwort»

    Diverse Gründüngungen sind zwar teurer, aber auch effektiver. Vielleicht kann man sie künftig ähnlich bestellen wie eine Pizza.
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  • Von Ernterückständen ist in der Gerste kaum mehr etwas zu sehen: Das Material wurde grossmehrheitlich zersetzt, samt allfälliger Pilzsporen.

    Probleme mit Mykotoxinen «nicht nur auf Direktsaat reduzieren»

    Lohnunternehmer und Sammelstellenbetreiber Hanspeter Lauper ist überzeugt, dass der Konservierende Anbau Fusarien-Probleme nicht fördert. Vielmehr könne er sogar davor schützen.
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  • Die Konservierende Landwirtschaft soll den Boden ebenso vor Schäden durch zu viel Wasser (Erosion) wie vor Wassermangel schützen.

    Wassermangel im Sommer, Erosion im Winter: «Die Lösung liegt auf dem Tisch»

    Die Mitglieder von Swiss No-Till haben immer wieder mit Anfeindungen zu kämpfen, doch die Wissenschaft spricht für ihren Ansatz. Sowohl hinsichtlich Boden als auch Wasser.
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  • In Witzwil wuchsen 2023 auf 120 ha Gründüngungen. Hier eine schön entwickelte Mischung Agri Genève Nr. 6. In Zukunft will das Feldbauteam die Mischungen verbessern und selbst Saatgut dafür gewinnen.

    120 ha Gründüngungen: «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt»

    Die JVA Witzwil ist ein Grossbetrieb, der auf Gründüngungen und Direktsaat setzt. 2023 hat sich diese Strategie bewährt. 2024 soll sie weitergeführt und verfeinert werden.
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  • Gründüngungen müssen grundsätzlich nicht gemulcht werden. Das Abstoppen via Walzen bzw. Quetschen spart Diesel.

    Die Gründüngung kann stehend oder liegend in den Winter gehen

    Das Vorgehen hängt von der jeweiligen Strategie ab. Mist kann im Herbst in stehende Bestände ausgebracht werden. Das macht z. B. Thierry Salzmann aus Bavois VD.
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  • Die gut entwickelte Gründüngung kann vor dem Winter noch Energie tanken und in Form von Biomasse über- und unterirdisch speichern.

    Gründüngungen im Herbst Sonne tanken lassen und von Unkraut sauber halten

    Landwirt Philipp Fehlmann nutzt vor allem abfrierende Mischungen. Ein gut geführter Bestand sei so immer mechanisch terminierbar, sagt er aus Erfahrung.
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