«Das ist weltweit einzigartig, was ihr hier bietet», betonte Auktionator Andreas Aebi. «Mutterkuhtiere am Halfter vorgeführt, das gibt es nur einmal, und zwar in Schüpbach.» 22 hochträchtige Rinder für die Mutterkuhhaltung waren an der Dezember-Auktion am 5. Dezember im Angebot. Stiegen zuvor beim Milchvieh die Gebote teilweise eher zögerlich, kletterten sie für diese mehrheitlich mit Limousin gekreuzten Tiere mühelos in den Bereich um 4000 Franken.
Im Schnitt lag der Preis für die Mutterkuhrinder bei 3952 Franken. Die beiden teuersten Rinder waren ihren neuen Besitzern 4300 Franken wert. Es waren dies Silian-10-Fiche von Mathias Wittwer aus Trub BE und Aesa Aral Charlotte von Samuel Aeberhardt und Philippe Savary aus Kirchberg BE.
Bio-Tiere und viel Milch sind gefragt
Doch nicht nur die Mutterkuhhalter konnten sich am gut laufenden Handel erfreuen. «Ich würde sagen, für Dezember läuft es gut», betonte Marktleiter Rolf Bürki. Auch die Käufer und die Verkäufer zeigten sich positiv überrascht vom Verlauf der Auktion. Insgesamt wechselten 60 Milchkühe den Besitzer zum Durchschnittspreis von 3550 Franken.
Trotz der Verunsicherung auf dem Milchmarkt zeigte sich beim Nutzvieh, dass in erster Linie weiterhin viel Milch gefragt ist, während züchterische Werte beim Preis weniger ins Gewicht fallen. So erzielen insbesondere ganz frisch gekalbte Kühe mit viel Milch und tiefen Zellzahlen am zuverlässigsten gute Preise. Den Tageshöchstpreis erzielte die frisch gekalbte Biokuh Abricot Soraya von Bernhard Wüthrich aus Trub BE. Sie war dem neuen Besitzer 4650 Franken wert. Auch die zweitteuerste Kuh des Tages kam aus diesem Stall. Die zweitlaktierende Biokuh Horizont Cloe P stand ebenfalls sehr frisch gekalbt im Ring und wechselte für 4500 Franken den Besitzer.
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Eine wichtige Plattform für die Region
Die Auktion in Schüpbach ist für die Emmentaler Viehzüchter eine wichtige Handelsplattform. An den zwölf Auktionen wurden heuer insgesamt 1159 Tiere angeboten. Die Verkaufsquote lag bei 95 %. Im Schnitt über alle Auktionen lag der Preis für Kühe bei 3651 Franken. Von den Mutterkuhrindern wurden 92 Stück gehandelt, sie galten im Schnitt 3986 Franken.