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Sieben Jahre Freilandforschung mit genetisch veränderten Pflanzen

Auf einem gesicherten Feld am Agroscope-Standort Reckenholz werden seit sieben Jahren Feldversuche mit genetisch veränderten Pflanzen (GVP) durchgeführt. Diese liefert trotz Moratorium wichtige Erkenntnisse zum möglichen Umgang mit GVP in der Landwirtschaft.


Seit Jahrzehnten ist das Thema gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) ein umstrittenes Thema in der Schweiz. Während Agroscope in Changins bereits Anfang der 1990er-Jahre Feldversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durchführte, beschloss das Schweizer Stimmvolk 2005 ein Moratorium für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, das bis ins Jahr 2021 verlängert wurde.

Freilandforschung auf 3 Hektaren

Das Moratorium ermöglichte jedoch die Freilandforschung, schreibt Agroscope in einem Bericht. So gab der Bundesrat 2005 ein nationales Forschungsprogramm zur Erforschung der Chancen und Risiken von GVP in Auftrag. 2013 wurde am Agroscope-Standort Reckenholz der Bau und Betrieb einer Protected Site in die Botschaft über die Föderung von Bildung, Forschung und Innovation aufgenommen. Auf diesem umzäunten Feld wurden seit März 2014 sechs mehrjährige Feldversuche mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen durchgeführt.

Auf der rund 3 ha grossen Protected Site seien zwischen 2017 2020 parallel jeweils vier Projekte gelaufen, so Agroscope. Die meisten untersuchten die Krankheitsresistenz von Apfelbäumen, Winter- und Sommerweizen, Kartoffeln, Mais und Gerste.

Feldversuch mit GV-Kartoffeln auf der Protected Site. Rechts der Bildmitte die Sorte Atlantic mit zwei Resistenzgenen aus Wildkartoffeln, links dieselbe Sorte ohne Resistenzgene und mit starkem Befall von Krautfäule. (Bild Agroscope/Brunner S.)

Agroscope unterstützt Forscher

Agroscope betreibt die Protected Site, stellt die landwirtschaftliche Grundbetreuung sowie die Umsetzung der Biosicherheitsmassnahmen sicher und engagiert sich für die Kommunikation, heisst es im Bericht. Ausserdem unterstütze sie die Forschenden bei der Erarbeitung eines Freisetzungsgesuch, dessen Genehmigungsverfahren beim Bafu mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nimmt. Nebst dem aufwändigen Freisetzungsgesuch erschweren auch die Auflagen, welche die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass GVP ausserhalb des Versuchsfeldes gelangen, die Feldversuche.

Moratorium beeinflusst die Forschung

Die Schweiz steht in diesem Jahr wiederum vor der Entscheidung, ob das Moratorium ein weiteres Mal verlängert werden soll. Dadurch werde auch die Feldforschung mit GVP beeinflusst, denn die anwendungsorientierte Forschung würde aufgrund fehlender Perspektiven bei einer Verlängerung weniger interessant. Trotzdem seien Feldversuche mit GVP für den Forschungsstandort Schweiz wichtig, denn «durch die Versuche werden nicht nur die vielfältigen Wechselwirkungen von Kulturpflanzen und ihrer Umwelt besser verstanden, sondern auch Optionen für die Schweizer Landwirtschaft aufgezeigt», schreibt Agroscope. In naher Zukunft sollen auch Genom-editierte Pflanzen, bei denen ausgewählte Abschnitte des Erbguts gezielt verändert werden, auf der Protected Site erforscht werden.

Den gesamten Forschungsartikel können Sie kostenlos herunterladen.

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