In Brasilien hat das Landwirtschaftsministerium sechs Agrochemikalien zugelassen, die den Unkrautvernichter Dicamba nutzen, berichtet das handelsblatt.com. Diese stammten von der Bayer-Tochter Monsanto sowie von mehreren kleineren brasilianischen Unternehmen.

Herbizid kann Getreide schädigen

Der Einsatz von Dicamba ist aufgrund seiner Einordnung als «sehr gefährlich für die Umwelt» umstritten.

Das Herbizid wird auf gentechnisch veränderte Sojabohnen und Baumwolle gespritzt. Gelangt es durch Abdrift auf nahe gelegene Getreidefelder, die nicht resistent sind, kann es zu Schäden an den Pflanzen kommen, heisst es. 

Verkauf in den USA verboten

In den USA wurde im Juni der Verkauf und die Verwendung des Mittels untersagt. Die Begründung: «Die Risiken im Zusammenhang mit Dicamba würden unterschätzt», schreibt das Handelsblatt. Danach entschied die US-Umweltbehörde EPA, US-Landwirte dürften ihre Bestände des Unkrautvernichters noch bis zum 31. Juli aufbrauchen.