Die Entwicklungsorganisation Caritas mit Hauptsitz in Luzern nimmt u.a. Projekte im Bereich Landwirtschaft in Angriff. Eines davon ist 2019 gestartet und läuft bis 2023. Zielgruppe: 6000 direkt und über 32 000 indirekt Begünstigte. Mit einem Budget von knapp drei Millionen Franken zielt das Projekt auf eine klimaangepasste Landwirtschaft in Mali (Region Kolokani, Wegnia) ab. Sowohl in der Sahel-Zone als auch am Horn von Afrika ist die Gewährleistung der Ernährungssicherheit eine der zentralen Herausforderungen für die Armutsbekämpfung und die Entwicklung der ganzen Region.

Resistentes Saatgut, angepasste Anbaumethoden

Um zu überleben, müssen sich Kleinbauernfamilien an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen. Die Caritas unterstützt die Dorfbewohner-(innen) um den Wegnia-See dabei: Sie schafft Zugang zu dürreresistentem Saatgut und unterrichtet die Dorfgemeinschaft in klimanagepassten Anbaumethoden. Das knappe Wasser wird dank effizienten Anbaumethoden nur noch sparsam eingesetzt. Dämme werden gebaut, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. An den Uferzonen haben die Einwohnerinnen und Einwohner 57 000 Bäume angepflanzt, um die weitere Erosion und Verlandung des Sees zu verhindern, wie Caritas schreibt.

Ohne See kein Anbau

Auch die technische Unterstützung vor Ort ist wichtig: Die Caritas begleitet die Entwicklung und Umsetzung des lokalen Wassernutzungsplans. «Der See muss gerettet werden», das ist die Grundvoraussetzung für die Existenzsicherung der Einwohnerinnen und Einwohner. Und es gibt Lösungen zur Bewahrung des Sees: Wiederaufforstung, Massnahmen zum Uferschutz, klimaangepasste Arten, Fruchtfolge, Anpassung der Anbautechniken und Errichtung von geschützten Waldgebieten.