Im ersten Semester 2020 ereigneten sich laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft BUL 16 Unfälle mit Todesfolge. 2021 waren es lediglich neun tödliche Unfälle im Zusammenhang mit Landwirtschaft, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Mehrere Todesfälle im Wald

Aus Medien- und Polizeiberichten hat die BUL nach eigenen Angaben folgende Unfälle erhoben:

  • Drei Personen verloren ihr Leben bei Waldarbeiten, zwei davon infolge herabfallendem Tot- oder Sturmholz.
  • Eine Person kam bei Waldarbeiten mit dem Fahrzeug vom Weg ab und stürzte in die Tiefe.
  • Bei Bauarbeiten wurde eine Person von einem herabfallenden Holzelement tödlich verletzt
  • Eine zweite Person verlor ihr Leben während Reparaturarbeiten durch einen Sturz ins Hochsilo.
  • Beim Errichten eines Zaunes im Bereich einer Mittelspannungsleitung erlitt eine Person durch den entstehenden Lichtbogen einen tödlichen Stromschlag.
  • Eine weitere Person wurde tot im Bereich von Güllerührwerk/-pumpe aufgefunden.
  • Eine Drittperson wurde von einem aufs Trottoir ausscherenden Arbeitsanhänger tödlich verletzt.

Ähnlich viele Schwerverletzte

Dass es im ersten Halbjahr 2021 weniger tödliche Unfälle in der Schweizer Landwirtschaft gab, ist erfreulich. Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu geniessen, da es für diese Unfälle keine Meldepflicht gibt und die Statistik daher ungenau ist, gibt die BUL zu bedenken. Ausserdem liege die Zahl der Schwerverletzten durch Unfälle etwa auf Vorjahresniveau. 

Prävention braucht es überall

Meist seien es nur wenige Zentimeter oder Sekunden, die aus einem leichten oder Beinaheunfall einen mit Schwerverletzten oder Toten macht. Viele Ereignisse haben das Potenzial, tödlich zu enden. Daher rät die BUL, die Unfallprävention nicht auf besonders risikoreiche Situationen zu beschränken. Die Branchenlösung Agritop unterstütze Betriebe mit verschiedenen Hilfsmitteln dabei, Gefahrenstellen in allen Bereichen des Arbeitsalltags zu erkennen und wirkungsvoll zu entschärfen.

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