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Fütterungsroboter bringen mehr Zeit und Flexibilität auf den Hof

Fütterungsroboter entlasten die Betriebsleiter zunehmend im Stall. Sie sollten aber nur als unterstützende Hilfsmittel gesehen werden.

Die Fütterung von Milchkühen ist grundsätzlich eine arbeits- und zeitintensive Tätigkeit, wenn alles per Hand vonstatten geht. Anders sieht es aus, wenn stattdessen auf automatische Lösungen gesetzt wird, welche das Mischen von Grund- und Kraftfutter zu einer Mischration und eine darauffolgende leistungsgerechte Zuteilung an die Tiere übernehmen.

Roboter für alles

Mit automatischen Fütterungssystemen wird die Fütterung vollautomatisiert: Ein Greifer entnimmt das Grundfutter aus den Vorratsbehältern und dosiert es in den Fütterungsroboter. Im Fütterungsroboter wird das Grund- und Kraftfutter gemischt. Neue Modelle sind oft mit einem Magneten bestückt, der Fremdkörper im Futter vor der Verteilung aussondert. Anschliessend fährt der Fütterungsroboter in den Stall, verfüttert die Ration an die Tiere und schiebt regelmässig nach. Gleichzeitig wird gemessen, ob noch genügend Futter vorhanden ist. Bei seinen Fahrten in die Futterküche und zurück in den Stall wird der Roboter mittels Sensoren, die sich im Boden befinden, geleitet.

Die Mischungen können an jede Tiergruppe vom Jungvieh bis hin zu den hochleistenden Kühen mit einer individuellen, exakt berechneten Ration verfüttert werden. Der Landwirt hat «nur» noch für den Nachschub in der Futterküche zu sorgen.

Futteraufnahme gesteigert

Neben der grossen Zeitersparnis bringt die automatische Fütterung weitere Vorteile:

  • Grundfutteraufnahme wird gesteigert, indem den Kühen mehrmals täglich frisches Futter vorgelegt wird
  • Fördert die Panseneffizienz
  • Milchleistung kann gesteigert werden
  • Verhindert die Futterselektion
  • Sorgt für mehr Flexibilität bei Arbeitsspitzen, da fixe Fütterungszeiten wegfallen
  • Aktivität im Stall wird deutlich gesteigert, was z. B. einen häufigeren Melkroboterbesuch der Kühe zur Folge haben kann
  • Manueller Futternachschub entfällt
  • Rangverhalten am Futterbarren ist deutlich geringer
  • Altgebäude können optimal ausgenutzt werden
  • Vorhandene Techniken (Hochsilo mit Fräse) sind geeignet für die Kombination mit einem automatischen Fütterungssystem.

Kontrollen weiter nötig

Auch wenn die automatisierte Fütterungstechnik den grössten Teil der Arbeit bei der Fütterung übernimmt, für bessere Leistungen oder gesündere Tiere garantiert sie nicht. Sie sollte eher als unterstützendes Hilfsmittel und nicht als Ersatz für Managementaufgaben der Betriebsleiter gesehen werden.

Der Betriebsleiter hat deshalb weiterhin für eine regelmässige Rationenkontrolle und -anpassung zu sorgen. Die Arbeit des Mischers sowie die Verteilung muss ebenso überwacht werden. Ist der Roboter nicht in der Lage Fremdkörper auszusortieren, ist auch hier Kontrolle durch den Landwirt nötig. Ausserdem ist damit zu rechnen, dass automatische Anlagen einen deutlichen Anstieg der Fütterungskosten nach sich ziehen.

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