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Greenpeace: Pflanzenschutz-Initiativen schützen Bauern vor möglicher Berufskrankheit Parkinson

Pflanzenschutzmittel spielen eine Rolle beim Anstieg der Parkinson-Fälle in der Schweiz, sagt Greenpeace. Eine ältere Seco-Studie sieht einen generellen Zusammenhang zwischen Parkinson und berufsbedingtem Kontakt zu Pflanzenschutzmitteln, für die Schweiz fehlen aber Daten.


Parkinson sei nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung und die Zahl der Fälle in der Schweiz nehme zu – auch wenn die Daten in Bezug auf das Alter korrigiert werden, schreibt Greenpece in einer Mitteilung. Neben dem Alter (Parkinson tritt durchschnittlich zwischen dem 65 und 70. Lebensjahr auf) spielten auch Pflanzenschutzmitteln (PSM) eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit. 

Wenig bekannt zur Situation in der Schweiz

2018 hat das Institut für Arbeit und Gesundheit der Uni Lausanne im Auftrag des Seco eine Studie zu berufsbedingten Krankheiten bei landwirtschaftlichen Beschäftigten durchgeführt. Man wisse in der Schweiz wenig darüber, wie stark und in welchen Mengen Bäuerinnen und Bauern bei ihrer Arbeit Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt sind sowie welche gesundheitlichen Folgen diese Exposition haben kann, heisst es in der Studie. Internationale Forschungsarbeiten würden aber einen klaren Zusammenhang zwischen berufsbedingter Exposition und Gesundheitsschäden zeigen.

50 Prozent höheres Risiko

Im Folgenden schreiben die Studien-Autoren:

«Was die Neurotoxizität, insbesondere Parkinson betrifft, gibt es eindeutige Belege für einen generischen Zusammenhang zwischen der berufsbedingten Exposition gegenüber PSM und Parkinson. Die jüngste und wissenschaftlich zuverlässigste Meta-Analyse ergab, dass Menschen mit berufsbedingter Exposition gegenüber irgendeinem PSM, ein mehr als 50 % höheres Risiko haben, an Parkinson zu erkranken.» 

Ausserdem gebe es «eindeutige Belege» für einen Zusammenhang zwischen Herbiziden und Insektiziden mit Parkinson.

Diese Ergebnisse können aber mangels Daten zur Exposition hierzulande und internationale Unterschiede bei den verwendeten Wirkstoffen sowie bei Schutzausrüstung und Material (etwa Feld- oder Handspritzen) nicht ohne Weiteres auf die Schweiz übertragen werden. Einen solchen Hinweis geben auch die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz im Magazin «Ökoskop». 

Sicher arbeiten mit PSM

Wie bei allen Chemikalien ist die unsachgemässe Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mit Gesundheitsgefahren verbunden. Was es dazu zu beachten gilt, fasst das Merkblatt «Sicheres Arbeiten mit Pflanzenschutzmitteln» der BUL zusammen. 

In anderen Ländern eine «Berufskrankheit»

Gemäss Greenpeace gibt es im Ausland verbreitet Melderegister und Datenbanken zur Erfassung gesundheitlicher Nebenwirkungen von PSM. In Frankreich sei Parkinson als Berufskrankheit anerkannt. Die Umweltorganisation fordert nun eine Abklärung, ob diese Anerkennung auch in der Schweiz nötig wäre, sowie die Untersuchung der gesundheitlichen Konsequenzen von PSM für die Anwohner in intensiv genutzten Landwirtschaftsgebieten. Ausserdem solle ein Melderegister für mit PSM assoziierte Krankheiten wie bestimmte Krebsarten und Parkinson eingerichtet werden. 

Zusammen mit dem WWF, Pro Natura, Aqua Viva, dem Schweizerischen Fischerei–Verband, Bird Life Schweiz und den Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz betont Greenpeace im Zuge der 2x-Ja-Kampagne, die beiden Pflanzenschutz-Initiativen hätten eine gesundheitliche Präventivwirkung; Sie würden das Risiko für Parkinson und bestimmte Krebsarten senken, so die Mitteilung. 

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