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Es gibt noch keine praktikable Methode zur Risikobewertung für PSM-Einträge durch Abschwemmung

Der Vergleich von vier Ansätzen zur Risikoprognose ergab, dass nur eine Kombination verschiedener Methoden erfolgversprechend wäre.


Um den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln (PSM) in Gewässer durch Erosion und Abschwemmung vermeiden zu können, müssen gefährdete Parzellen erkannt werden. Der nationale Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von PSM sieht daher die Entwicklung eines betriebsspezifischen Beratertools vor. Nun haben Forschende der HAFL und der Plattform PSM und Gewässer des Kantons Basel-Landschaft vier bestehende Ansätze verglichen, wie es in einem Beitrag von Agrarforschung Schweiz heisst. 

Sehr unterschiedliche Resultate

Die Schweizer Modelle Win4, Noll und eine kantonale Erosionskarte sowie der europäische Ansatz TOPPS lieferten sehr unterschiedliche Resultate. So zeigte die Flächenbewertung nach Noll etwa für drei Prozent der Parzellen ein sehr hohes Risiko, während TOPPS im selben Gebiet 54 Prozent der Flächen mit einem sehr hohen Risiko diagnostizierte. 

Auch beim Aufwand unterschieden sich die Methoden stark: von 100 Stunden bei Win4 bis fünf Stunden im Fall der Erosionskarte. 

Es braucht einen neuen Bewertungsschlüssel

Die Forschenden kamen zum Schluss, dass keiner der getesteten Ansätze alleine ausreicht, um das Risiko in jedem Fall zuverlässig abschätzen zu können. Für einen breit anwendbaren Bewertungsschlüssel müsse man verschiedene Verfahren unter Berücksichtigung ihrer Vor- und Nachteile miteinander verknüpfen. 

Die getesteten Verfahren

Win4: Umfasst eine Besichtigung im Feld und Interviews mit dem Betriebsleiter, sehr aufwändig

Noll: Ebenfalls mit Feldansprache, nutzt GIS

TOPPS: Untersuchungen im Feld, nutzt eine Bewertungsmatrix für verschiedene Risikofaktoren

Erosionskarte: Modelldaten für die Erosionsgefährdung der Ackerfläche, Dauergrünland wurde ausgeschlossen

Die Prognosen wurden gemäss den Forschenden stark von der Gewichtung und dem Detaillierungsgrad einzelner topographischer Faktoren (Relief, Entfernung zum Gewässer oder entwässerte Strassen, Entwässerungsschächte) sowie Bewirtschaftungs-Faktoren (Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Bearbeitungsrichtung) beeinflusst. Einen besonders grossen Effekt auf das Resultat hatte die unterschiedliche Bewertung von Drainiagen als möglicher PSM-Eintrittspfad in Gewässer. «Die Prognosequalität der angewendeten Modelle ist stark von deren Zielsetzungen und Rahmenbedingungen geprägt», so die Schlussfolgerung. 

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