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Die Infektions-Gefahr mit Falschem Mehltau steigt an

Sommerzwiebeln könnten sich mit der Pilzkrankheit jetzt anstecken. Zudem hat die Haupteiablage der Kohlfliege und der Hauptflug der Möhrenfliege begonnen. In Gewächshäusern und Tunneln sind nun fast alle Blattlaus-Arten vertreten, die gefährlich werden können.


von Gemüsebau Info, Agroscope
Publiziert: 10.05.2019 / 19:30

Aufgrund des erhöhten Befallsdrucks in den Winterzwiebeln sollten entsprechend auch Sommerzwiebeln vor Infektionen durch Falschen Mehltau geschützt werden. In Ergänzung zu rein protektiven Wirkstoffen wie z. B. Fluazinam (Wartefrist: 1 Woche), Chlorothalonil (Wartefrist: 3 Wochen) und Mancozeb (Wartefrist: 3 Wochen) werden in wüchsigen Zwiebelbeständen von vornherein Kombi-Fungizide mit einer protektiven und kurativen Komponente angewendet (Wartefrist: 3 Wochen). Das Soloprodukt Cymoxanil WG wird in Tankmischung mit Mancozeb eingesetzt (Wartefrist: 3 Wochen). Wegen der Gefahr der Resistenzbildung ist die jeweilige maximale Anzahl Behandlungen strikt einzuhalten.

Haupteiablage der Kohlfliege hat begonnen

Die Haupteiablage-Phase der 1. Generation der Kohlfliege ist im Gange. In gefährdeten Gebieten sollten empfindliche Kulturen durch eine Behandlung geschützt werden. Vliese und Netze sind möglichst geschlossen zu halten. Jungpflanzen der Kohlarten können gegen die Kohlfliege mit Spinosad angegossen werden. Auf dem Feld kann in Blumenkohl, Kopfkohl und Rosenkohl Dimethoate mit einer Wartefrist von drei Wochen angewendet werden.

Möhrenfliege im Anflug

Der Hauptflug der ersten Möhrenfliegen-Generation hat begonnen. Etwa an der Hälfte der überwachten Standorte wurde die Schadschwelle überschritten. Zur Bekämpfung der Möhrenfliege an Stangensellerie und Knollenfenchel ist der Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin (Wartefrist: 2 Wochen) bewilligt. Für Knollensellerie, Karotten, Pasti-naken und Wurzelpetersilie sind neben Lambda- Cyhalothrin (Wartefrist: 2 Wochen) folgende Wirkstoffe mit einer Wartefrist von vier Wochen zugelassen: Bifenthrin, Cypermethrin, zeta-Cypermethrin und Deltamethrin.

Fast alle Blattläuse nun präsent

In den Gewächshäusern und Tunneln sind nun fast alle Blattlaus-Arten, die dem Fruchtgemüse gefährlich werden können, präsent. An Gurken werden besonders die Grüngefleckte Kartoffelblattlaus und die Grüne Gurkenblattlaus gefürchtet, letztere kann auch an Zucchetti zum Problem werden. Kontrollen der Bestände sind nun angesagt. Die Befallsstellen sollten markiert werden. Prüfen Sie, ob die ausgebrachten Schlupfwespen (Nützlinge) schon aktiv geworden und parasitierte Blattläuse (Blattlausmumien) zu finden sind. Bei Russtaubildung oder Pflanzenschäden ist eine Nestbehandlung zu empfehlen. Als nützlingsschonendere Insektizide gegen Blattläuse können unter Glas an Auberginen, Bohnen, Gurken, Peperoni und Tomaten zum Beispiel Pirimicarb mit einer Woche Wartefrist angewendet werden; ferner in Auberginen, Gurken und Tomaten Pymetrozine mit drei Tagen Wartefrist und im Weiteren in Auberginen, Peperoni und Tomaten Azadirachtin ebenfalls mit einer Wartefrist von drei Tagen.

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