Thema: Milch

Emmi macht erstmals über 4 Mrd Fr. Umsatz und will der Schweizer Milchbranche «Sorge tragen»
Emmi verzeichnet für 2022 leicht gesunkenen Gewinn bei gestiegenen Umsätzen. Bremsspuren hinterliessen vor allem die höheren Beschaffungskosten. Den Schweizer Milchmarkt betrachtet man weiterhin als zentral.
Emmi macht 2022 über 4 Milliarden Franken Umsatz und 266 Millionen Reingewinn
Der Milchverarbeiter Emmi erzielte 2022 mit einem Rekordumsatz von 4,23 Milliarden Franken (+8,1 Prozent) einen bereinigten Reingewinn von 194,3 Millionen Franken (22,4 Millionen weniger als im Vorjahr). Dies erklärte Emmi-CEO Ricarda Demarmels, die seit 1. Januar 2023 Vorsitzende der Geschäftsleitung der grössten Molkerei der Schweiz ist.
Ab 2024 nur noch Schweizer Milch mit dem Nachhaltigkeitsstandard «Swissmilk Green»
Ab dem 1. Januar 2024 darf nur noch Schweizer Milch mit dem Nachhaltigkeitsstandard «Swissmilk Green» produziert, gehandelt und verarbeitet werden. Das hat der Vorstand der Branchenorganisation BO Milch beschlossen. Im Detailhandel werden seit September 2019 Milchprodukte mit dem Logo des «Swissmilk Green»-Standards gekennzeichnet, der in der Branche auch als «Grüner Teppich» bekannt ist.
Ab 2024 müssen alle Milchbauern auf dem Grünen Teppich produzieren
Der Branchenstandard nachhaltige Schweizer Milch, auch Grüner Teppich genannt, gilt ab kommendem Januar für sämtliche Milchproduzenten. Das hat der Vorstand BOM entschieden. Wer bei RAUS oder BTS nicht mitmachen kann, hat drei Kompensationsmöglichkeiten oder kann eine Übergangsfrist beantragen.
Das System bringt uns an den Abgrund
Redaktorin Simone Barth schildert, wie ein befreundeter Milchbauer den Boden unter den Füssen verloren hat. Er kann nicht mehr arbeiten und ist kein Einzelfall. Nun müsse die Branche handeln und die Lebensqualität endlich in die Agrarpolitik einfliessen.
Hohe Milcherzeugerpreise verlangsamen Rückgang des Milchkuh-Bestandes in der EU
Die historisch hohen Milcherzeugerpreise haben 2022 den Rückgang des Milchkuh-Bestandes in der Europäischen Union verlangsamt. Ende Dezember 2022 zählte das Statistische Amt der EU (Eurostat) einen europäischen Gesamtbestand von 20,09 Millionen Milchkühen, «nur» 0,6 Prozent oder rund 125'000 Milchkühe weniger als 2021. In den Jahren zuvor war die jährliche Abnahmerate mit –1,4 Prozent mehr als doppelt so hoch.
ZMP: Hugo Jung und Christian Troxler sind nominiert
Die beiden Luzerner Milchbauern stehen an der kommenden Delegiertenversammlung zur Wahl in den Vorstand der Zentralschweizer Milchproduzenten.
Von 2000–2022 haben über 20'000 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe die Milchproduktion aufgegeben
Obwohl die Milchproduktion der wichtigste Betriebszweig der Schweizer Landwirtschaft ist, haben in den letzten 22 Jahren über 20'000 Schweizer Betriebe die Milchproduktion aufgegeben. Die Zahl der Milchviehbetriebe ist von 2000 bis 2022 um 54 Prozent gesunken, jeden Tag ein Milchviehbetrieb weniger.
50 841 Tonnen weniger Milch wurden im vergangenen Jahr produziert
In der Schweiz halten immer weniger Landwirte Milchvieh. Die verbleibenden Betriebe bauen hingegen ihre Produktion weiter aus.
Bei Basimilch helfen Konsumenten bei der Mlichverarbeitung mit
Basimilch ist eine Projekt der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi), setzt auf faire Preise und bezieht die Kunden in die Produktion mit ein. Für Landwirt Fabian Brandenberger war die Solawi ein gangbarer Weg zu gedeckten Produktionskosten.