Thema: Ammoniak

Extensive Tierhaltung vermindert Ammoniakemissionen
Der Nebenerwerbs-Bergbetrieb Oberfluh in Hergiswil LU im Napfgebiet wird umgestellt. Neu werden Lamas und Mastrinder statt Milchkühe und Mastschweine gehalten. Das soll auch die Ammoniakemissionen senken, im Rahmen eines Ressourcenprojektes.
Viele Massnahmen gegen Ammoniak, aber Wirkung noch wenig messbar
Die Werte sind in der Zentralschweiz noch immer zu hoch. Viele wirkungsvolle Massnahmen in der Landwirtschaft sind aber in Umsetzung.
Schleppschlauch: Welche Flächen sind vom Obligatorium betroffen?
Im kommenden Jahr greifen die neuen Vorschriften für die Reduktion von Ammoniakverlusten beim Ausbringen von Dünger. Die betroffenen Flächen sind klar definiert.
Die Fütterung, Wind und Temperatur beeinflussen Ammoniakemissionen
Während höhere Temperaturen und Windgeschwindigkeit die Emissionen erhöhen, kann laut einer Studie von Agroscope ein tieferer Anteil von Rohprotein die Stickstoffausscheidung von Milchkühen verringern.
Viele wollen Ausnahmen beim Güllen
Die Gesuche für Einzelflächen sind in den Zentralschweizer Kantonen eingereicht. Lieferprobleme bei Geräten zum Schleppschlauch-Güllen ab 2024 gelten nicht als Begründung.
Hohe Harnstoffwerte: «Eines der grössten Probleme ist fehlendes Wissen über die Grundfutterkomponenten»
Der Harnstoffgehalt in der Milch ist ein Indikator für die Stickstoff- und Eiweissversorgung der Kühe. Markus Rombach von der Agridea empfiehlt einen Wert zwischen 18 und 22 mg/dl. Am Anbindestall-Stamm des Arenenbergs gab er Tipps, wie die Harnstoffwerte über die Fütterung gesenkt werden können.
Luzerner Ammoniak Auflagen sind flexibler, aber nicht strenger
Der Kanton Luzern passte auf den 1. Juli 2023 das Merkblatt für Stallbauten an. Das sei aber keine Verschärfung, sagt die zuständige Dienststelle.
Esparsette und Akazie wirken gegen Ammoniak, aber es gibt einen Haken
Milchvieh stösst weniger Stickstoff via Harn aus, wenn es Esparsette oder Akazien-Extrakt in der Ration hat. Der Effekt ist deutlich, hat aber einen Nachteil.
Bei der Harn-Kot-Trennung gibt es noch viel Luft nach oben: «Stecken noch in den Kinderschuhen»
Ammoniak-Emissionen lassen sich durch eine Kot-Harn-Trennung im Stall vermindern. Bei dem Thema gibt es in der Schweiz noch viel Potenzial. Experte Matthias Schick vom Strickhof über den aktuellen Stand der Dinge.
Das sorgt für glückliche Schweine durch bessere Luft im Stall
Ein spezielles Stallkonzept lässt Gerüche und Ammoniak reduzieren. Dazu gehört auch die Trennung von Kot und Harn, die Emissionen beginnen aber immer bei der Fütterung.