Thema: Agrarpolitik

«Wir dürfen den Sozialversicherungsschutz der Bäuerinnen nicht aus den Augen verlieren»
Die Ostschweizer Bäuerinnenpräsidentinnen starten ins 2023 mit Elan und vielen guten Vorsätzen. Hoch oben auf der Agenda stehen die Nachwuchsförderung in den Verbänden und die Bestrebungen für eine bessere Soziale Absicherung der Bäuerinnen. Das sind gute Zielsetzungen fürs neue Jahr.
«Man kann noch so viele Wünsche haben, das Allerwichtigste ist, gesund bleiben zu dürfen»
Die Ostschweizer Bauernverbandspräsident(innen) verraten ihre Wünsche und Ziele fürs Jahr 2023. Ein wichtiges Anliegen ist die politische Vertretung. Der Einsatz für die kantonalen Wahlen in einigen Kantonen im Frühjahr und für die National- und Ständeratswahlen im Herbst hat bereits begonnen.
Ist 4 : 3 die neue Zauberformel im Bundesrat?
Für die leidenschaftliche Städterin Babette Sigg ist der Bundesrat nach der Wahl von Albert Rösti und Elisabeth Baume-Schneider zu einseitig zusammengesetzt. Mit vier von sieben Mitgliedern sei der Bauernstand, der unter der Bevölkerung nur noch 3 Prozent ausmacht, massiv übervertreten. Die Präsidentin des Konsumentenforums sieht aber auch positive Aspekte.
Auch die WAK-N unterstützt das Mini-Paket zur AP 22+
Die Wirtschaftskommission des Nationalrats folgt der kleinen Kammer und begrüsst die Pläne des Bundesrats zur zukünftigen Agrarpolitik. Zusätzliche Regeln auf Gesetzesebene in verschiedenen Bereichen lehnt die WAK-N aber ab.
«Die Agrarpolitik hat sich zu einem Moloch entwickelt.»
Urs Wegmann zog mit seinem Referat an der Wintertagung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Bilanz über seine Betriebsentwicklung seit der Hofübernahme 2007. «Ich sitze in der Falle», sagt er - erst recht seit er im vergangenen Jahr in einen Stallumbau und Melkroboter investiert hat. Wie ihm geht es vielen Landwirten. Schuld daran gibt er vor allem der Agrarpolitik. «Alles abschaffen, und eine neue Agrarpolitik auf die Beine zu stellen, wäre wahrscheinlich nicht die schlechteste Lösung», findet er.
Bashing hoch drei: Rundumschlag gegen die Agrarpolitik an der Winterthurer Wintertagung
Marionna Schlatter, Peter Grünenfelder und Urs Wegmann holten an der Tagung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Winterthur zum Rundumschlag gegen die Agrar- und Ernährungspolitik aus. Für die grüne Nationalrätin Schlatter ein Scherbenhaufen, für Direktor Gründenfelder von Avenir Suisse ein Bürokratiemonster und für den Landwirt Urs Wegmann ohne Perspektive.
Kanton Glarus gewichtet den Schutz der Bevölkerung höher als denjenigen des Wolfes
Der Glarner Regierungsrat setze sich für eine Lockerung des Wolfsschutzes ein und würde auch ein allfälliges Referendum gegen das revidierte Jagdgesetz aktiv bekämpfen. Das schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Interpellation der IG wolfsicherer Lebensraum, welche eine Regulation der Wolfspopulation im Kanton fordert.
Jan Stadelmann und Vanessa Rindisbacher möchten das Lebenswerk einer Bauernfamilie weiterführen
Der Meisterlandwirt und die Bäuerin FA bezeichnen die Landwirtschaft als «pure Leidenschaft» für sie beide. Für ihre Zukunft wünschen sie sich einen Vollerwerbsbetrieb, von dem ihre Familie leben kann.
Furters haben lange einen eigenen Betrieb gesucht: «Oft erfuhren wir die Gründe für eine Ablehnung nicht»
Urs und Stephanie Furter wollen ihren Betrieb in der Bergzone III mit muttergebundener Kälberaufzucht weiterentwickeln. Wer noch auf der Suche ist, dem raten sie zu einer sorgfältigen Wahl des Notars und Geduld – Zeitdruck führe zu unguten Kompromissen.
«Die Ergebnisse zeigen grosses Verständnis für die Landwirtschaft»
Der Bürger:innenrat war ergebnisoffen, habe aber doch beeindruckende Ergebnisse geliefert, findet Carole Küng. Das zeige die differenzierte Betrachtung der Landwirtschaft.