Thema: Agrarpolitik

Pflanzenschutzmittel-Initiativen zu Corona-Zeiten - StandPunkt von Beat Schmid
Die Coronakrise führte dazu, dass sich die Gesellschaft mehr Gedanken zur Lebensmittelversorgung macht und die Initiativen gegen Pflanzenschutzmittel hinterfragen.
Agrochemie kritisiert lange Wartefristen für neue Pestizide
Bisher hat der Bund Pflanzenschutzmittel wie Chlorothalonil, welche in der EU verboten werden, selber ebenfalls geprüft und dann entschieden, ob ein Produkt in der Schweiz vom Markt genommen wird. Das gilt auch für neue Substanzen. Die Agrochemie kritisiert die langen Fristen.
WAK-S: Zuerst die Pflanzenschutz-Initiativen, dann die AP 22+
Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat entschieden, die Behandlung der AP 22+ zugunsten der Pflanzenschutz-Debatte nach hinten zu verschieben. Man wolle sich dafür mehr Zeit nehmen.
Absenkpfad Pestizide findet breite politische Unterstützung
Die Risiken auf Mensch und Umwelt durch den Einsatz von Pestiziden sollen gesenkt werden. In der Vernehmlassung ist eine numerische Verankerung des Reduktionsziels bis 2027 auf breite Zustimmung gestossen. Einen längeren Planungshorizont und weitere klar definierte Reduktionsziele fordern SP, Grünliberale und Bio Suisse.
Berner Bauernverband: AP 22+ zurückweisen und etappenweise überarbeiten
Bei den vorgeschlagenen Änderungen fehle der Zusammenhang. Da die Zeit wegen der Corona-Krise knapp geworden sei, fordert der Berner Bauernverband eine Überarbeitung der AP 22+ in zwei Etappen.
Gastbeitrag: Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts - Für einen Mittelweg ohne Scheuklappen
Landwirtschaftliche Konzepte gibt es viele. Der freie Agrarjournalist David Eppenberger erklärt in seinem Gastbeitrag, warum das Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft ohne Scheuklappen und mit einem Mix von Rezepten angepeilt werden muss.
SMP: AP 22+ straft Rindviehhaltung ab
Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) verlangt in der bevorstehenden Beratung zur AP22+ klare Korrekturen und unterstützt damit die Haltung des Schweizer Bauernverbandes (SBV).
Sals fordert vollständige Überarbeitung der AP 22+
Die neue Agrarpolitik müsse klarer auf die Lebensmittelproduktion ausgerichtet werden und der Selbstversorgungsgrad dürfe nicht sinken.
BLW: Fruchtbare Böden und Qualität vor Selbstversorgung
Der Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), Christian Hofer, warnt davor, bei der Selbstversorgung nur Kalorien zu zählen. Punktuell könnten sogar mehr Importe sinnvoll sein, sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag.
Ständerat entscheidet über delikaten Zeitplan für die Agrarpolitik 2022+
Die Wirtschaftskommission des Ständerats berät nächste Woche über die Termine für die kommenden agrarpolitischen Schwerpunkte. Dazu gehören neben der AP 22+ auch die Pflanzenschutz-Initiativen und der Absenkpfad.