Am 4. Mai 2016 demolierte Landwirt Peter F. auf seinem Hof bei Ascheberg in Schleswig-Holstein insgesamt zehn Fahrzeuge. Der Grund für seine Amokfahrt mit Traktor und Frontlader: Vom Kreisveterinäramt verordnete Massnahmen wie  Ohrmarken für seine Rinder oder Blutabnahme bei den Tieren veranlassten ihn zu einem jahrelangen Krieg gegen die Behörden.

Wahnvorstellungen

Peter F. ist wegen versuchtem Tötungsdelikt angeklagt und befindet sich seit seiner Tat in einer psychiatrischen Klinik. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, soll der Landwirt unter isolierten Wahnvorstellungen leiden. «Er weiss, was er tut, aber sieht das Unrecht nicht ein», sagte der zuständige Staatsanwalt Anfang Februar. Bei einer Verurteilung drohe ihm daher eine Verlegung in eine geschlossene Psychiatrie.

Nicht dauerhaft einweisen

Laut dem NDR bitten die beiden Anwälte des Angeklagten das Kieler Landgericht, von einer dauerhaften Einweisung in die geschlossene Psychiatrie abzusehen. Sie sprachen sich für eine Therapie auf einem Bio-Bauernhof aus.

Das Urteil soll heute verkündet werden.

lae