Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Wildtiere: Der Bär ist zurück in der Schweiz

In prähistorischer Zeit besiedelte der Braunbär die ganze Schweiz. Bereits um das Jahr 1500 war er aber nahezu aus dem gesamten, damals schon durchgehend besiedelten und weitgehend entwaldeten Mittelland verschwunden.


Previous Next

Zwischen 1800 und 1850 wurden die letzten Braunbären der Nordalpen erlegt. Auch die Jurapopulation verschwand in dieser Zeit. Länger überlebte die Art in den Bündner und Tessiner Alpen. Das Aufkommen moderner Gewehre liess hier die Zahl der Bärenabschüsse nochmals hochschnellen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Braunbär nur noch im südöstlichen Teil der Schweiz - Unterengadin, Val Müstair und Val dal Spöl - heimisch. 1904 erfolgte der letzte Abschuss auf Schweizer Gebiet, 1923 die letzte Sichtbeobachtung. Schon bald nach der Ausrottung des Braunbären begann die Diskussion über den Wunsch seiner Rückkehr in die Schweiz.

Potenziell geeignete Lebensräume finden sich in den Tessiner und Bündner Alpen in Verbindung mit den waldreichen Alpengebieten Italiens aus denen der Braunbär einwandern kann. Seit 2005 wandern Bären sporadisch aus dem Trentino in den Kanton Graubünden ein. In den letzten Jahren wurden auch die Kantone Uri, Schwyz und - im Mai 2017 - Bern besucht. Bis anhin handelte es sich ausschliesslich um Männchen. Zwei davon, JJ3 und M13, wurden im April 2008 beziehungsweise Februar 2013 geschossen, weil sie sich wiederholt in Siedlungen aufhielten und als gefährlich eingestuft wurden.

Bei Bären ist vor allem die Futterbeschaffung in Siedlungen ein Problem. Sie können bei Futtermangel auch in Dörfer, Häuser und Ställe eindringen.

Bären haben eine besondere Vorliebe für Honig. Es kommt immer wieder zu Plünderungen von Bienenstöcken. Durch die Installation von Elektrozäunen lässt sich dies verhindern.

Mensch und Bär

Bären sind schon alleine aufgrund ihrer Grösse und enormen Kraft potenziell gefährlich. Grundsätzlich sind sie ebenfalls scheu und meiden die Menschen. Dies gelingt ihnen durch ihren sehr guten Geruchs- und Gehörsinn meistens. Es kommt deshalb nur selten zu direkten Begegnungen von Bär und Mensch.

Übergriffe können jedoch tödlich enden; vorwiegend im Balkan, den Karpaten und dem europäischen Teil Russlands, wo noch grössere Bärenpopulationen leben, sind solche Fälle bekannt. Die Opfer waren in der Regel alleine im Wald unterwegs, meist bei leisen Tätigkeiten wie Pilze- oder Beerensammeln und bei ungünstigen Windverhältnissen. Wird ein Bär unter solchen Umständen von Menschen überrascht und fühlt sich bedroht, kann es kritisch werden, besonders wenn es sich um ein Weibchen mit Jungen handelt. Im Trentino hatte eine Bärin innerhalb zweier Jahre zwei Menschen angegriffen. Sie wurde deshalb als gefährlich eingestuft und im Juli 2017 geschossen.

Auch der Bär reisst ab und zu Nutztiere, was ebenfalls zu Konflikten mit Nutztierhaltern führt.

lid

Dossier Nr. 484 Wildtiere vom 07. Dezember 2017

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Werbung
Artikel zum Thema
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns