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Syngenta-Chef: Die Welt braucht Pflanzenschutzmittel

Der Chef des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta hält den Einsatz von Unkrautvernichtern für notwendig - und zwar auch wegen des Klimaschutzes.


von sda
Publiziert: 20.04.2019 / 13:14

Dieser Text wurde am Montag, 15. April 2019, erstmals veröffentlicht.


Der Klimawandel sei die grösste Bedrohung für die Zukunft der Erde, sagte Syngenta-CEO Erik Fyrwald in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe 15.04.). Ohne einen effektiven Pflanzenschutz und höhere Erträge steige der Landverbrauch und damit auch der Kohlendioxidausstoss in der Produktion.

"... um die Welt zu ernähren."

Glyphosat sei dabei ein vielgenutztes und wichtiges Instrument. "Wir brauchen solche Mittel, um den Befall mit Unkraut, Krankheiten und Insekten effektiv zu reduzieren. Ansonsten können wir die Welt nicht ausreichend ernähren."

Nennenswerte Risiken, wie sie derzeit beim Konkurrenten Bayer durch die Glyphosat-Rechtsfälle in den USA bestehen, sieht Fyrwald bei Syngenta nicht. "Die Klagen in den Vereinigten Staaten betreffen keines unserer Produkte."

Umsatzsteigerung in China

Der Eigentümer ChemChina nehme keinen Einfluss auf die Geschäfte von Syngenta ausserhalb Chinas, sagte der CEO weiter. In jenem Land rechnet Fyrwald in den kommenden Jahren mit deutlichem Wachstum. "Wir werden den Umsatz in China von zuletzt 300 Millionen Dollar in weniger als fünf Jahren auf mehr als eine Milliarde Dollar erhöhen", so der Syngenta-CEO.

Anders als aktivistische Investoren sei der chinesische Eigentümer am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert und schiele nicht dauernd auf die Quartalsergebnisse, betonte er. Der Einfluss beschränke sich auf zwei Mitglieder im 10-köpfigen Verwaltungsrat. "Der Konzern hat keinen Einzigen seiner Leute zu uns geschickt, nicht einmal einen Finanzkontrolleur."

Kein Masterplan

Zudem geht er nicht davon aus, dass hinter dem Kauf von Syngenta im Jahr 2017 ein "Masterplan der chinesischen Führung" steht. In China lebten aber 21 Prozent der Weltbevölkerung, das Land verfüge gleichzeitig nur über 7 Prozent der weltweit nutzbaren Ackerfläche. "Wir sollen den Chinesen dabei helfen, diese Flächen effizienter und umweltfreundlicher zu beackern und zugleich die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen."

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Kommentare (2)
Eden am 15.04 2019 um 21:45
Ein absoluter Nonsens wird uns hier aufgetischt! Wer sich im Netz einwenig über Syngenta und Bayer informiert weiss, dass das eine reine Verkaufsstrategie ist. Ihnen schwimmen die Felle davon, so sieht es aus. Aber der Gutmensch glaubt ja alltes was er in der Zeitung liest ohne es zu Hinterfragen ...
Urs Kellerhals am 15.04 2019 um 20:42
Wir müssen konsequent Humus aufbauen. Mit Pestiziden zerstören wir den Humus. Humus ist die wahre Chance für unser Klima und gesunde giftfreie Lebensmittel. Es ist möglich mit "Regenerativer Landwirtschaft" und siehe auch Ernst Götsch - Agroforst - in der Wüste wäschst Wald, die Quellen fliessen wieder und es regnet wieder. Solche Aussagen, dass wir Pflanzenschutzmittel - sprich Pestizide brauchen - stimmen einfach nicht. Sehen Sie auch Sekem in Aegypten. Es gibt noch viele Beispiele.
Ralph Hablützel am 16.04 2019 um 09:21

Das sehe ich definitiv auch so. Eine nachhaltige Landwirtschaft mit Zukunft kommt ohne Schädigung der Ökosysteme aus und profitiert stattdessen von den „kostenlosen“ Dienstleistungen der Natur.

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