Da die Bedingungen in diesem Frühling sehr gut waren, können die Walliser Aprikosenbauern schon zwei Wochen früher mit der Ernte beginnen, schreibt der Schweizer Obstverband in einer Medienmitteilung. Die Ernte sehe in Bezug auf die Qualität nach einem sehr guten Jahr aus, wobei die Menge als durchschnittlich betrachtet werde. Laut der Schätzung des Schweizer Obstverbandes sollen rund 7600 Tonnen Aprikosen in den Verkauf kommen. Dies decke 50 Prozent des Schweizer Konsums ab.

Da das Klima im Wallis den Aprikosenanbau begünstigt, decke das Wallis mit rund 700 Hektar Anbaufläche beinahe die gesamte Schweizer Produktion ab. Folglich sei der Aprikosenanbau ein wichtiges Standbein der Walliser Landwirtschaft. Er mache nicht nur ein Drittel des Bruttoertrags des Früchte- und Gemüsesektors aus, sondern schaffe auch mehr als 1000 saisonale Arbeitsplätze, schreibt der Schweizer Obstverband.

Aprikosen für die Touristen

Um nach der Corona-Krise auch den Walliser Tourismus zu unterstützen, stelle die Walliser Obst- und Gemüsebranchenorganisation (IFELV) den Walliser Hotels und Bergbahnen rund 2500 Kilogramm Aprikosen zur Verfügung, um sie an Touristen zu verteilen. «Mit dieser Geste möchten wir unseren Gästen danken und sie daran erinnern, dass wir gemeinsam diese Krise überwinden können, um die Walliser Wirtschaft wieder anzukurbeln», erklärt Damian Constantin, Direktor VWP.

Die Aprikosenbauern selbst seien laut Medienmitteilung von der Corona-Pandemie nicht betroffen. Sie hätten sogar gemerkt, dass die regionalen Früchte von den Konsumenten während dieser Zeit bevorzugt wurden. Die Aprikosen sind im Einzelhandel und im Direktverkauf bei den Produzenten erhältlich. Eine Liste der Aprikosenbauern, die direkt verkaufen, ist auf wallis.ch verfügbar.