Rosemarie Dütschler wickelte ihre Tochter während der ersten drei Monate mit Einwegwindeln. «Aber ich war damit nicht glücklich.» Zudem störte sie sich daran, dass sie nun plötzlich die dreifache Müllmenge hatte. Sie suchte im Internet nach einer umweltvertäglicheren Variante. «Ich fand in der Schweiz nur ein einziges Angebot für Stoffwindeln und diese waren viel teurer als in den anderen Ländern.»

Also nahm die junge Mutter die Sache selbst an die Hand und startete 2012 mit einem Online-Shop für Stoffwindeln. Das lief sehr gut. «Aber ich merkte auch, dass sich die Eltern eine Beratung wünschen», sagt die 35-Jährige. Und so eröffnete sie einen kleinen Laden, indem sie auch Work-Shops anbietet. 

Ökologischer und günstiger

Für Dütschler haben Einwegwindeln wie Stoffwindeln ihre Daseinsberechtigung. Für sie überwiegen aber die Vorteile von Stoffwindeln: «Sie sind gut für Babys Haut, für die Umwelt und fürs Portemonnaie, vor allem, wenn sie für mehr als ein Kind verwendet werden», sagt Dütschler. Ihr persönlicher Favorit sind Komplettwindeln mit Einlagen. Praktisch findet sie auch Höschenwindeln mit Überziehhöschen. Komplizierter als das Wickeln mit Einwegwindeln sei es übrigens auch nicht. «Es braucht ein bisschen Übung bis man den Dreh raus hat», gibt Dütschler zu. Aber das ist auch bei Einwegwindeln so.  

sgi

Den ganzen Bericht sowie einen Kostenvergleich zwischen Stoff- und Einwegwindeln gibt es  am 9. November in der BauernZeitung.