Die SMP sehen einen Spielraum zur Erhöhung der Milchpreise, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Gründe dafür sind die Entwicklung des Franken-Euro-Kurses, der sich um 1.10 Franken einzupendeln scheine, sowie die tiefere Milchproduktion in der Schweiz. Die Verarbeiter seien aufgefordert, ein deutliches Zeichen zu setzen, dass es ihnen mit dem Bekenntnis zur nachhaltigen und langfristigen Sicherung des "Milchplatzes Schweiz" ernst sei, heisst es weiter.

Sorge ums Schoggigesetz

«Mit grosser Sorge» habe der Vorstand zudem zur Kenntnis nehmen müssen, dass offenbar beabsichtigt sei, das Schoggigesetz im Rahmen der laufenden WTO-Verhandlungen zu opfern. Die SMP erwartet vom Bundesrat nun, dass er alles dafür tue, eine einseitige Preisgabe dieses sehr wichtigen Instruments ohne entsprechenden Gegenwert für die Schweiz zu verhindern.

Der Vorstand hat sich auch mit der Umfrage zur Agrarpolitik beschäftigt, welche der Schweizer Bauernverband und die SMP gemeinsam lanciert haben (wir berichteten). Diese zeige eine grosse Unzufriedenheit (insbesondere auch der Milchproduzenten) mit den politischen Rahmenbedingungen. Die Umfrage ist laut SMP eine wichtige Grundlage für künftige Forderungen.

Strategie überprüft

An der heutigen Vorstandssitzung haben die SMP zudem die Ergebnisse einer Strategieüberprüfung ausgewertet. Unter anderem sollen die interne und externe Kommunikation sowie die Vertretung der Interessen der Milchproduzenten in der Politik verstärkt werden. Zudem sollen die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Milchmenge nochmals systematisch aufgearbeitet werden, um im Dezember über allfällige Massnahmen entscheiden zu können.

lid/BauZ