Bei einer Umfrage, die im Auftrag des schwedischen Bauernverbandes (LRF) zwischen dem 20. August und dem 3. September mit rund 4000 Landwirten durchgeführt wurde, gab jeder dritte Teilnehmer an, über die Abstockung seiner Viehbestände nachzudenken, da die Futtervorräte absehbar nicht für alle Tiere reichen werden.

Nach den Umfrageergebnissen dürfte bei 40% der schwedischen Bauern ungeachtet der in den letzten Wochen verzeichneten Niederschläge beim Raufutter lediglich die Hälfte der üblichen Erntemengen zusammenkommen. Der Bauernverband sieht die Viehhalter daher weiterhin in einer akuten Notlage und warnt vor dem Verlust von Nutztieren und Agrarbetrieben.

Regierung soll helfen

Vor diesem Hintergrund forderte der Verband die Regierung zu marktstabilisierenden Massnahmen auf. Dazu gehören für ihn höhere Erzeugerpreise, aber auch Unterstützung beim Import von Futtermitteln. Um Notschlachtungen zu vermeiden, müsse zudem umgehend die von der Regierung angekündigte Dürrenothilfe im Umfang von umgerechnet 117 Mio Euro  (132 Mio Franken) ausgezahlt werden.

Die schwedische Landwirtschaftsbehörde Jordbruks verket rechnete in ihrer ersten offiziellen Schätzung mit einem Getreideaufkommen von lediglich 4,2 Mio t, was einem Rückgang von 29% zum Vorjahr entsprechen würde. Der langjährige Durchschnittswert soll um etwa ein Viertel unterschritten werden. Hinzu kommen teils drastische Einbrüche bei den Grünlanderträgen.

AgE