In der Nahrungsmittelindustrie fallen jährlich 500'000 Tonnen Lebensmittelverluste an. Davon sind 125‘000 Tonnen nicht geniessbare Bestandteile wie Knochen oder Schlachtabfälle. Bei den restlichen 375'000 Tonnen – 14 Prozent der Lebensmittelproduktion – handelt es sich um geniessbare Bestandteile. Das zeigt eine Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu).

Fehlende Absatzmärkte für Nebenprodukte (wie etwa Molke oder Kleie), aber auch die Verarbeitungstechnik seien die Hauptursachen, dass viele geniessbaren Bestandteile zu Food Waste werden, teilt das Bafu mit. Die Technik habe ein grosses Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

20 Prozent wird Biogas

Der Hauptanteil (75%) der anfallenden organischen Verluste aus der Lebensmittelindustrie wird an Tiere verfüttert und bleibt somit im Kreislauf der Nahrungsmittelproduktion erhalten. Rund 20% wird zu Biogas verwertet oder als Kompost recycliert. Nur ein geringer Anteil wird in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Verschenkte Ware macht mit weniger als 1% einen marginalen Anteil aus.

Das Bafu stellt diese Studie der Lebensmittelindustrie zur Verfügung und unterstützt zudem die Branchen in der Umsetzung von Massnahmen zur Vermeidung von Food Waste.

Das Bafu hat bereits Studien zu Food Waste in der Gastronomie und bei Grossverteilern durchgeführt.

lid