Im Rahmen der Expo Milano 2015 hatten Schweizer Lebensmittelproduzenten und Vertreter des Detailhandels ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Dessen Ziel ist es, den Zuckergehalt in Joghurts und Frühstücks-Cerealien bis Ende 2018 schrittweise zu reduzieren.

Damit die Wirkung kontrolliert werden kann, will das BLV nun jährlich Daten zum Zuckergehalt erheben. Eine erste Datenerhebung hat 2016 stattgefunden. 

Die 348 getesteten gezuckerten Joghurts enthielten im Schnitt 17 Gramm Zucker pro 180-Gramm-Becher. Das Joghurt mit dem tiefsten Zuckergehalt lag bei 10 Gramm, jenes mit dem höchsten bei 30,5 Gramm pro Becher.

Bei den Frühstücks-Cerealien waren im Schnitt pro 100 Gramm 18 Gramm Zucker vorhanden. Im Extremfall bestand ein Produkt beinahe zu 50 Prozent aus Zucker.

Nicht mitgerechnet wurden dabei die natürlichen Zuckerarten aus Milch oder Früchten, sondern nur der zugesetzte Zucker.

Das BLV will nun Zielwerte für die Zuckerreduktion erarbeiten.

lid