"Lachend lebt sich's leichter. Gelassenheit und Humor - die kleinen Helfer im Alltag" unter diesem Motto stand der diesjährige Tag der Bäuerin an der Olma. Vier Frauen berichteten wie sie mit Humor und Gelassenheit im Alltag umgehen. Moderiert wurde der Anlass durch Claudio Agustoni, Redaktor beim Schweizer Radio und Fernsehen.
Lachend hats keinen ''Tubel'' auf der Strasse
,,Wenn ich morgens in Müntschemier lachend losfahre, habe ich viel weniger ''Tuble'' vor mir auf der Strasse'', so begründete Barbara Thörnblad Gross wieso sie morgens wenn sie ins Auto steigt ein Lächeln aufsetzt. Sie ist Leiterin des Kompetenzbereichs Hauswirtschaft am Inforama im Kanton Bern und Coach und Beraterin bei Problemen. „Humor ist eine unglaubliche Kraft, die Leute zusammenführt und viel Gutes hervorbringt“, erklärte Barbara Thörnblad.
Für sie lebt Humor auch von der Lokalität und vom Dialekt. Zudem beherrsche man eine Sprache erst wenn man auch ihren Humor verstehe. Sie trennt aber Humor von Spot und giftigen Bemerkungen, sowie auch von Witzen unter der Gürtellinie ab. Nicht immer sei es einfach, mit Gelassenheit, Humor und Lachen zu reagieren. In einer schwierigen Situation könne es aber hilfreich sein, sich die Frage zu stellen, wie viel Platz und Zeit das Negative im Leben einnehmen sollen, so Thörnblad weiter.
Mit Musik durch die Küche
Priska Scherrer ergriff danach das Wort. Sie ist Bäuerin in Bütschwil und vielen Bekannt aus der Sendung «SRF bi de Lüt- Landfrauenküche». Dort sorge aber vor allem ihr Sohn für humorvolle Unterhaltung. Nachdem er beim Servieren die Suppe etwas überschwappen liess und mit «ou verdammte Siech» regierte, konnte sich die Frauenrunde kaum noch halten vor lachen.
Gestohlen hat er es jedoch nicht, auch seine Mutter ist ein fröhliches Gemüt. «Ich bin eine gemütliche Trucke», beschreibt sie sich selber. Ihr Geheimnis um Gelassenheit ausüben zu können liege aber neben ihrem Humor in der Musik. Mit der richtigen CD sei die dreckige Küche im Nu wieder sauber, dabei könne man auch gut mitsinge oder Tanzschritte üben. Den alleine in der Küche sehe einem ja niemand zu. Claudio Augustoni fragte sich, ob den nicht viel Geschirr zu Bruch gehe bei einem tanzenden Abwasch. «Das ist kein Problem, ich habe viel Tupperware», lautete die Antwort der schlagfertigen Bäuerin.
Das stibitzte Trinkfläschli
Bernadette Bühler-Knüsel gab einige Einblicke in ihr Leben. Sie ist Bäuerin in Hohenrain und als Mutter kann sie Gelassenheit im Alltag gut gebrauchen. So erzählte sie auch von einem Erlebnis, wo ihr Sohn ein Fläschchen zu Trinken bei einem Imbiss stibitzt habe. Das schlechte Gewissen habe ihn aber so geplagt, dass er es ihr gebeichtet habe und sie das Fläschchen zusammen zahlen gingen. Nach dem Bezahlen waren wohl beide gelassener als vorher.
Die Floh mit den roten Schuhen
«Heute morgen war so früh spät», erklärt Liz Monteleone als sie die Strumpfhosen aus ihren Hosenbeinen zog. Sie habe sich am Vortag beeilen müssen beim ausziehen, erklärt der Berufs-Clown.
Bei ihrer Arbeit kommt sie vor allem mit Kindern im Spital oder alten Menschen in Kontakt.
Als Dokter Floh besuchte sie z.B. die 4-jährige Franziska im Spital. Wieso sie den gerade Dokter Floh heisse wollte die kleine wissen. Ganz einfach, war die Antwort, wegen den Flöhen. Natürlich wollte Franziska auch einen dieser Flöhe, einen mit roten Schuhen. Den erhielt sie auch, von Doktor Floh direkt auf den Kopf gesetzt. Das Problem kam beim nächsten Haarewaschen, Franzika wollte niemanden an ihre Haare lassen, schliesslich wohnte dort jetzt der neue Floh.
Für eine Auflockerung zwischendurch sorgte Jonas Koller. Der junge Appenzeller erzälte hier und da einen Witz und brachte das Publikum zum Lachen.
Tamara Wülser