Das Jahr 2015 werde als turbulentes Jahr in Erinnerung bleiben, schreibt der LV-St. Gallen im Medienbericht zum vergangenen Geschäftsjahr. Stark beeinflusst wurde der Markt durch die Minusteuerung, den starken Franken sowie die verhaltene Konsumentenstimmung. Der LV-St. Gallen erwirtschaftete gesamthaft einen Umsatz von 404,9 Millionen Franken. Das sind 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Landi-Detailhandel lag der Umsatz mit 88,9 Millionen Franken um 2,3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Wird allerdings die Reduktion der Verkaufspreise berücksichtigt, ergibt sich ein Plus von 0,7 Prozent. Angestiegen ist die Kundenfrequenz, sie legte trotz Einkaufstourismus um 2 Prozent zu.

Geprägt war das Jahr im Geschäftsbereich Agrola von stark sinkenden Rohölpreisen und einem rückläufigen Treibstoffabsatz in den Grenzregionen. Beim Benzin lag die verkaufte Menge um 2,3 Prozent tiefer als im Vorjahr. Beim Diesel konnte die Menge um 2,7 Prozent gesteigert werden. Beim Heizöl lag die Steigerung bei deutlichen 16,9 Prozent. Die Agrola-Tankstellenshops erzielten gegenüber dem Vorjahr ein klares Wachstum von 9,4 Prozent.

Im Bereich Agrarhandel konnte der Absatz von Mischfutter praktisch gehalten werden. Der Preisabschlag ist mit tieferen Verkaufsumsätzen von 8,7 Prozent deutlich zu sehen. Die Düngerpreise sind durchschnittlich um 5,8 Prozent gesunken. Mit einem Rückgang der Mengen um 2,7 Prozent entspricht die verkaufte Düngermenge derjenigen von 2013.

Als Folge der Trockenheit im Sommer konnte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Die Ansaaten mussten teilweise doppelt ausgeführt werden, was zu einer Umsatzsteigerung von 5 Prozent führte.

Neu geschaffen wurde letztes Jahr der Geschäftsbereich "Neue Energien". Mit dem Bau der ersten Photovoltaikanlagen und mit Beratungsdienstleistungen hat der Aufbau dieses Geschäftsfeldes bereits begonnen.

lid