Nachgefragt: Hans Haslebacher zu Schwinghosen

Hans Haslebacher ist Geschäftsführer der Swissflax Gmbh. Wir sprachen mit ihm über das Potenzial von Schweizer Flachs und über Schwinghosen.

Wie viel Flachs wird in der Schweiz Angebaut?
Hans Haslebacher: Heuer sind es sechs Hektaren, was etwa 35 Tonnen Flachs und sechs Tonnen Leinsamen ergibt.

Warum ist der Anbau nur aufs Emmental konzentriert?
Das Emmental war früher ein klassische Flachsanbaugebiet. Andere Gebiete wären auch möglich. Wegen den Erntemaschinen ist eine Anbaugemeinschaft unerlässlich, die Betriebe müssen idealerweise möglichst nahe beieinander sein.

Wäre also eine Ausdehung auf die ganze Schweiz denkbar?
Grundsätzlich, ja.

Wieviel Potenzial steckt noch im Flachsanbau?
Aus Preisgründen, bedingt durch hoch Produktionskosten in der Schweiz, muss zuerst der Markt von fertigen Produkten schrittweise aufgebaut werden.

Sind weitere Produzenten gesucht?
Wir haben viele Anfragen von Produzenten. Es gibt sogar schon eine Warteliste.

Was für Produkte gibt es aus Schweizer Flachs?
Vorhänge (z. B. Möbel Pfister), hochwertige, modische Strickwaren
(erfolg.ch), Schwinghosen, Küchentücher, Taschen, Rücksäcke, Sommer-Pferdedecken, Kissen usw.

Sind die Schwinghosen fürs diesjährige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug aus Swissflax?
Nein, noch nicht. Aktuell sind einige Schwinghosen in der Testphase. 20 Stück kommen am Oberaargauischen Schwingfest vom 7. bis 10. Juni in Grafenried BE erstmals zum Einsatz.

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