Sentience Politics hatte vor zwei Jahren mit ihrer Forderung nach veganen Kantinenmenüs in den Regionen Zürich und Basel für Aufsehen gesorgt. Nun will die Organisation laut 20minuten auch auf nationaler Ebene politisch aktiv werden. Mit einem Inserat sucht sie einen Kampagnenleiter für die Volksinitiative, wie es in der Annonce heisst.
In der Schweiz gelten Höchstzahlen
Wie „Massentierhaltung“ im Initiativtext definiert werden soll, sei aber noch offen, so 20 minuten. In der Schweiz gibt es bereits seit langem Höchstzahlen pro Betrieb. So dürfen auf einem Hof maximal 1500 Mastschweine und 18 000 Masthühner und Legehennen gehalten werden. Versuche namentlich seitens der Suisseporcs und von SVP-Bauernpolitikern, die Höchstbestandesvorschriften aufzuheben, sind in der Vergangenheit bei den einzelnen Reformschritten der Agrarpolitik wiederholt gescheitert. In der EU fehlen laut Schweizer Tierschutz (STS) solch detaillierte Vorschriften zu den Bestandesgrössen.
Markenzeichen der Schweizer Landwirtschaft
Die von 20minuten befragten Vertreter der Landwirtschaft, Bauernverbands-Präsident Markus Ritter, und die Branchenorganisation Proviande, weisen in ihren Stellungnahmen zur geplanten Volksinitiative auf die geltenden Vorschriften hin. Es sei “ein Markenzeichen der Schweizer Landwirtschaft“, das sie vom Ausland unterscheide, so Ritter. Würden die Maximalbestände reduziert, seien höhere Preise für Schweizer Eier und Fleisch die Folge. Sympathien für die Volksinitiative hegt der grüne Zürcher Nationalrat Bastien Girod. Aber auch dieser sage, so 20 minuten, dass Mindeststandards auch für Importprodukte gelten müssen.
BauZ