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Heidelbeere: trendig, geschmackvoll und gesund

Heidelbeeren liegen im Trend, der Verzehr steigt seit Jahren stark an. Sie schmecken kräftig aromatisch, frisch mit Rahm, als Belag auf Kuchen und Torten, gekocht in Kompott oder einfach so. 


Publiziert: 07.07.2018 / 11:30

Früher kannten wir sie hauptsächlich als «Heubeeri», die wir im Juli und August im Wald ernteten, meistens direkt vom Strauch in den Mund. Heute werden Heidelbeeren vermehrt in Erwerbskulturen angebaut; die Anbaufläche in der Schweiz hat sich innert 10 Jahren verdreifacht. Kulturheidelbeeren sind grösser als ihre «Waldgenossen» und schmecken milder.

Kultur- und Wald-Heidelbeere

Die in der Schweiz angesiedelten Kultur-Heidelbeeren unterscheiden sich von den Wald-Heidelbeeren, denen man bei uns in den Bergen begegnet. Die Kultur-Heidelbeere stammt ursprünglich von der nordamerikanischen Wildform ab und nicht von der Europäischen. Im Gegensatz zur Wald-Heidelbeere färbt die Kultur-Heidelbeere die Zunge nicht blau, da das Fruchtfleisch weiss ist und der blaue Farbstoff fehlt. Die Sträuche der Kultur-Heidelbeere können bis 2 Meter hoch werden, während die heimisch-wilden Heidelbeersträuche vergleichsweise klein sind. Die Wald-Heidelbeeren sind zwar kleiner, dafür schmackhafter und der Vitamin-C-Gehalt ist 10 Mal höher als bei ihren Verwandten.

Wer die wilden, aromatischen und vitaminreichen Heidelbeeren in den Bergen selber pflücken möchte, sollte aufpassen. Denn die Rauschbeere sieht ihr zum Verwechseln ähnlich und kann bei Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Ein Unterschied zeigt sich jedoch in der Farbe des Fruchtfleisches, welches bei der Rauschbeere weiss und bei der Heidelbeere violett-blau ist. Auch die Form der Blätter unterscheidet die beiden Beeren voneinander. 

Die blaue Beere als Heilmittel 

Die beliebte Beere lässt sich in vielerlei Formen verzehren, wie z.B. als Konfitüre, im Dessert, getrocknet oder roh und frisch. Die Heidelbeere kann auch eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt genossen werden. Sie ist vielseitig verwendbar, reich an Fruchtsäuren, Mineralstoffen wie Eisen, Gerbstoffen und Vitaminen und gilt daher als wertvolle Nährstoffquelle und Pflanzenheilmittel. 

Nicht selten findet daher die trendige Beere Verwendung in der traditionellen Naturmedizin. Getrocknet kann sie gegen Durchfall oder bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens helfen. Zur Heilung tragen vor allem die Gerbstoffe durch ihre entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei. Der hohe Ballaststoff-Gehalt stimuliert ausserdem die Darmtätigkeit und die enthaltenen Anthocyane sind starke Antioxidantien, welche freie Radikale im Blut abfangen und neutralisieren. Auch die Blätter der Heidelbeersträuche galten wegen ihren Inhaltsstoffen im Mittelalter als bewährtes Hausmittel bei Blasenschwäche, Rheuma, Gicht und Zahnfleischentzündungen. 

Heidelbeere oder Blaubeere

Ob die Blaubeere mit der Heidelbeere identisch ist, scheint oft unklar. Tatsächlich handelt es sich dabei um dieselbe Beere, da beide zur Gattung Vaccinium gehören. Innerhalb dieser Gattung gibt es bis zu 500 Unterarten, die alle anders heissen. Je nach Region wird entweder der eine oder andere Begriff verwendet.

Besing, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere oder Moosbeere sind weitere Bezeichnungen für die kleine blaue Beere. Besonders in der Schweiz und im Süddeutschen Raum wird oft von der Heubeere gesprochen.

lid

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