Tierärzte und Tierärztinnen: «Die Trinkwasser-Initiative könnte sich negativ auf das Tierwohl auswirken»

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) lehnen die Trinkwasser-Initiative ab. Es sei zu befürchten, dass die Tierhaltung vermehrt ins Ausland verlegt wird und dadurch das Tierwohl nicht gewährleistet sowie die nachhaltige inländische Lebensmittelproduktion gefährdet ist.

Die Folgen der Trinkwasser-Initiative für das Wierwohl seien nicht abschätzbar, schreibt die Gesellschaft der Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte in einer Medienmitteilung. Bei einer Annahme der Initiative würde die inländische Produktion von tierischen Lebensmitteln zurückgehen und die Importe steigen, so die GST. Dies sei nicht im Sinne der Gesellschaft, denn «nur bei einer Produktion in der Schweiz können die hier geltenden Tierschutzstandards eingehalten werden. Zudem ist in der Schweiz eine sehr gute tiermedizinische Versorgung gewährleistet» heisst es in der Medienmitteilung.

Die GST engagiere sich ausserdem für eine Nutztierhaltung, die das Tierwohl mehr ins Zentrum rückt. So setzt sie sich für Anpassungen des Direktzahlungssystems zu Gunsten einer verbesserten Nutztierhaltung ein, wofür die Anbindung der Betriebe an die Tierwohl-Programme eine wichtige Basis schafft, heisst es weiter. Diese Entwicklung sei bei einer Annahme der Initiative jedoch gefährdet, da grosse Landwirtschaftsbetriebe aus dem Direktzahlungssystem aussteigen würden und somit nicht mehr an die Vorgaben für eine tierfreundliche Haltung gebunden wären.

Die BauernZeitung informiert über die Trinkwasser-Initiative (Bild: BauernZeitung/Ruth Aerni)
Die BauernZeitung informiert über die Trinkwasser-Initiative (Bild: BauernZeitung/Ruth Aerni)

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