Thema: Agrarpolitik

Grenzschutz und Versorgungssicherheitsbeiträge wegen Biodiversität im Visier
Das Bundesamt für Umwelt hat Subventionen des Bundes auf ihre negativen Folgen für die Biodiversität überprüft. Unter anderem seien Grenzschutz, Versorgungssicherheitsbeiträge und Absatzförderungen zu optimieren, verändern oder abzuschaffen.
Importierte Milch darf in der Schweiz weiter zu Käse «veredelt» und dann exportiert werden
Der Ständerat lehnt wie der Nationalrat ein generelles Verbot des sogenannten Veredelungsverkehrs zur Käseproduktion ab. Damit darf auch in Zukunft Milch aus dem Ausland importiert werden, um sie in der Schweiz zu Käse zu «veredeln» und später wieder zu exportieren.
«Ignoranz in St. Gallen und wirkungslose Massnahmen im Thurgau»
Das «St. Galler Tagblatt» wirft der Ostschweizer Landwirtschaft die «Vergiftung der Landschaft» vor. Die Geschäftsführer des St. Galler und Thurgauer Bauernverbandes, Mathias Rüesch und Jürg Fatzer, nehmen Stellung zu den Vorwürfen.
Kanton St. Gallen nimmt Anliegen der Bauern für Musterverträge auf
Bei einem Treffen zwischen den Präsidenten der Toggenburger Alpkorporationen und den Ämtern des Kantons St. Gallen wurde über die Muster des Alpzimmervertrags und des Baurechtsvertrags diskutiert. Bezüglich der Diskussion um die Eigentumsverhältnisse hält der Kanton an seinen Lösungsvorschlägen fest und überlässt den Entscheid den einzelnen Alpkorporationen.
Das Leben zwischen zwei ASP-Sperrgebieten
Der Deutsche Frank Tiggemann lebt zwischen zwei ASP-Sperrgebieten. Er hält in der Region Brandenburg 1700 Sauen und kämpft mit erheblichen Mehrkosten und tiefen Preisen. «ASP-Bekämpfung ist ein Marathon, kein Sprint», fasst er die letzten eineinhalb Jahre zusammen.
Hühner und Schweine dürfen wieder mit Eiweiss aus Schlachtabfällen gefüttert werden
Allesfressende Nutztiere wie Hühner und Schweine sollen in der Schweiz wieder mit Eiweiss gefüttert werden dürfen, das aus Schlachtabfällen gewonnen wurde. Den Hühnern und Schweinen darf zum Schutz vor BSE aber kein Fleischmehl von Wiederkäuern verfüttert werden – und umgekehrt den vegetarischen Rindern sowieso nicht. Dies hat nach dem Nationalrat auch der Ständerat beschlossen.
Lämmern darf der Schwanz nur noch mit Betäubung kupiert werden
Lämmern soll der Schwanz nicht mehr ohne Schmerzausschaltung kupiert werden, selbst unmittelbar nach der Geburt nicht. Der Ständerat überwies eine Motion von Nationalrätin Meret Schneider (Grüne / ZH) zur Anpassung der Tierschutzverordnung an den Bundesrat. Dieser will die Umsetzung möglichst rasch an die Hand nehmen.
VMMO fordern einen sofortigen Stop von Milchimporten für Billigkäse
Die Organisation Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost (VMMO) zeigen sich enttäuscht über die ablehnende Haltung der WAK-S zur Motion Salzmann und hoffen, dass die Mitglieder des Ständerates in der Sommersession mehr Verständnis für die Anliegen der heimischen Milchwirtschaft zeigen und die Motion unterstützen.
Mehr Anerkennung für das politische Engagement der Jungen
Hat die Landwirtschaft ein Nachwuchsproblem in Politik und Verbänden? Stefanie Giger, Redaktionsleiterin Ostschweiz, geht der Frage auf den Grund, woran es liegt, dass das Interesse der Jungen, sich in Politik und Verbänden zu engagieren, tief ist.
Neue Massnahmen für die Biodiversität: Beiträge für «Getreide in weiter Reihe»
Im neuen Verordnungspaket für sauberes Trinkwasser und eine nachhaltigere Landwirtschaft wird «Getreide in weiter Reihe» als erweiterte Biodiversitätsmassnahme aufgeführt. In den Lücken zwischen den Reihen soll Lebensraum für Feldhasen und Feldlerchen entstehen, aber auch Füchse spazieren manchmal zwischen den Reihen.