Jil Schuller

j.schuller@bauernzeitung.ch

Die Biologin liebt nachhaltigen Pflanzenbau und verfolgt die Agrarpolitik akribisch. Sie will alles ganz genau wissen und dreht dafür jeden Stein um. Ihr Fachwissen macht sie zu einem wandelnden Lexikon, ihre Texte zu fundierten Fachstücken.

Alle Beiträge von Jil Schuller

  • Die Trockenheit und Hitze reissen ein Loch in die Futtervorräte und die Finanzen vieler Betriebe. Unterstützung wäre wichtig, aber nicht immer zu finden.

    Bundesrat will Direktzahlungen kürzen, die Migros spendet zwei Millionen

    Zugunsten der Armee ist der Bundesrat erneut auf Sparkurs. Die Migros hingegen bringt Millionen für existenzbedrohte Betriebe auf. Auch Private und Firmen sind zum Spenden aufgerufen.
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  • So sah es auf Schweizer Wiesen schon lange nicht mehr aus. Die Lager mit letzterntiger Ware sind leer.

    Trockenfutter: wenig und teure Ware – aber Richtpreise bleiben gleich

    Im Moment sind sämtliche Futterprodukte teuer und schwer erhältlich. Die Richtpreise für Gras- und Luzerneprodukte bewegen sich aber nicht.
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  • Wenn die Kultur nicht richtig wachsen konnte, dürften noch grössere Mengen Nährstoffe ungenutzt sein – es geht vor allem um Stickstoff.

    Endlich Regen – bei der Düngung ist Zurückhaltung angesagt

    In Ackerböden und Grünland setzt die Feuchtigkeit Nährstoffe frei. Hinzukommt Dünger, der nicht wie üblich aufgenommen wurde.
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  • Vielerorts kommt der Mais bereits ins Silo. Wie gross das Risiko ist, dass wegen Rückständen danach vorerst gar nichts wächst, ist schwer abzuschätzen.

    Nach vorzeitiger Maisernte: Vorsicht aktive Herbizide – da wächst kein Futter

    Der Abbau der Wirkstoffe braucht Wasser. Das fehlte wochenlang. Intensive Bodenbearbeitung kann laut Fachleuten das Risiko senken, dass nach der Saat wegen Herbizidresten nichts wächst. Kressetest und Pflügen senken das Risiko.
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  • Wahrscheinlich werde das wirkliche Ausmass der Mehrkosten und finanzieller Belastung erst verzögert sichtbar, so der VSGP.

    Teure Bewässerung, geringere Ernte – warum steigen die Gemüsepreise nicht?

    Mehrkosten, wie für die Bewässerung, müssten abgegolten werden. Aber der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) und Faire Märkte Schweiz (FMS) sind sich nicht einig, wie das geschehen soll.
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  • Der Import von Teiglingen und anderen halbfertigen Backwaren ist preislich attraktiv, was Druck auf Inlandproduktion und -preise ausübt.

    Gegen Getreideimporte: Kommission will «Windhund» an die Leine nehmen

    Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) lehnt zwei Motionen ab und schlägt einen eigenen Weg vor, um den Importdruck im Brotgetreidemarkt anzugehen.
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  • Damit der Futtertisch nicht leer wird, muss vielerorts von aussen zugekauft werden. Das ist auch ausserhalb der Schweiz der Fall.

    Futtermittel: «Temporäre Einschränkungen, aber Versorgung sichergestellt»

    Herausfordernd seien derzeit die Logistik und Lieferzeiten, so die Fenaco. Vorübergehend könnten daher nicht alle Produkte verfügbar sein.
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  • Ihr Körperbau mit kurzem Rumpf und langen Beinen macht Schwarze Alpenschweine geländegängig im Berggebiet.

    Das Schwarze Alpenschwein: Ein Raufutterverwerter für die Bergwiese mit Spezialeffekten

    Die urtümliche Rasse ist neu als schweizerisch anerkannt und unterscheidet sich deutlich von ihren rosafarbenen Artgenossen. Die Tiere fressen viel Grünfutter, können Adlerfarn zurückdrängen und liefern nach 14 bis 15 Monaten Fleisch.
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  • Jan Hug ist Landwirt und Lohnunternehmer. Er hält in Kesswil TG 130 Mastmuni.

    Effizienter dank geschützter Nährstoffe: Landwirte Lukas Streit und Jan Hug sind überzeugt

    Bereits im Mai schliesst Lukas Streit die Düngung seines Weizens ab und muss somit fürs Düngen nicht mehr auf Regen warten. Jan Hug erzielt im Mais mit 150 kg/ha Unterfussdünger dieselben Erträge wie früher mit 200 kg/ha.
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  • Dünger sollte dorthin, wo ihn Pflanzen aufnehmen können. Solche Flächen sind derzeit eher schwer zu finden.

    Wenn die Gülle trotz Dürre weg muss: «Möglichst stark verdünnt und wenig ausbringen»

    Wo es noch ein wenig grün ist, richtet Gülle aktuell am wenigsten Schaden an. Berater Simon Jöhr rät aber zu genereller Vorsicht mit Düngen: Wenn der Regen kommt, dürften Nährstoffe en masse freigesetzt werden.
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