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Zu viel sauberes Fremdwasser in den Walliser ARA

Der Kanton Wallis will in den nächsten Jahren vermehrt in getrennte Kanalisationssysteme investieren. Verschmutztes Abwasser und unverschmutztes Fremdwasser in den Abwasserreinigungsanlagen (ARA) werden noch zu oft vermischt. Dies senkt die Reinigungsleistung und erhöht die Betriebskosten.


Zudem werden bei starken Niederschlägen die Anlagen überlastet. Unbehandeltes Abwasser gelangt dann direkt in die Gewässer. Sauberes Fremdwasser kommt zum Beispiel von Brunnen, Quellen oder Drainagen.

2019 betrug der Anteil des sauberen Fremdwassers am Abwasser in den kommunalen ARA rund 53 Prozent, wie es im am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht 2019 des Kantons Wallis heisst. Ziel ist ein maximaler Anteil von 30 Prozent.

Abwasser muss getrennt werden

Um dies zu erreichen, müssen verschmutztes und unverschmutztes Abwasser künftig in den Kanalisationen getrennt abgeleitet werden. Der Grossteil der Gemeinden hatte die entsprechenden Planungsarbeiten bis Ende 2019 abgeschlossen, bei 16 Prozent ist die Planung noch im Gange.

Kampf gegen Mikroverunreinigungen

Ein weiteres Übel sind Mikroverunreinigungen durch Rückstände von Medikamenten, Reinigungsmitteln oder Pestiziden. Sie gelangen über die ARA und die Landwirtschaft in die Gewässer.

Heute können nur rund 16 Prozent der Mikroverschmutzungen durch die ARA entfernt werden. Der Bund will diese bis 2040 gezielt bei grösseren ARA um 80 Prozent reduzieren.

Eine zusätzliche Reinigungsstufe

Im Wallis werden deshalb die grossen ARA Briglina-Brig, Siders-Noës, Sitten-Châteauneuf, Martigny und Monthey-Cimo bis 2040 mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe nachgerüstet. Allein in den kommenden zehn Jahren planen die Walliser Gemeinden planen Investitionen von rund 245 Millionen Franken in die Erneuerung ihrer ARA. Der Kanton subventioniert die Projekte mit 50 Millionen Franken.

Zu viel Phosphor in Visp

Grundsätzlich fällt der Abwasser-Bericht positiv aus. Im Jahresdurchschnitt sei die Abwasserreinigung auf kantonaler Ebene für alle analysierten Parameter zufriedenstellend, bis auf das Phosphor, heisst es.

Insbesondere in der Region Visp ist laut den Behörden aber Phosphor ein Problem. Mit Massnahmen in der ARA konnte die Phosphoreinleitung aus der Industrie 2019 um 20 Prozent reduziert werden.

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