Stierenpower aus dem Toggenburg – schönste Stiere in Wattwil ausgezeichnet

Fast 70 Muni aus der Region zeigten an der eintägigen Schau in der Markthalle ihre Qualität. Auch ein ausserkantonaler Stier sorgte für Furore.

Stierenpower aus dem Toggenburg – schönste Stiere in Wattwil ausgezeichnet

An der 22. Stierenschau Wattwil zeigte sich einmal mehr, dass kaum in einer anderen Braunviehregion die Stierenhaltung eine so grosse Bedeutung hat wie im Toggenburg. Nicht nur die hervorragend gepflegten Tiere zeigten den hohen Stellenwert des Natursprungs, auch die stattliche Auffuhr zeugte davon: Fast 70 Muni, von denen der grösste Teil aus der Region stammte, wurden in der Markthalle Wattwil eingestellt.

Ein Grund für die grosse Beliebtheit des Anlasses bei den Züchtern ist sicher, dass die Stierenschau eintägig ist und damit für die Tierbesitzer weniger aufwendig als der Zuger Stierenmarkt. Zudem herrscht in Wattwil eine andere Stimmung als beim «grossen Bruder» in Zug. Der Anlass wird nicht als Publikumsanlass beworben, entsprechend sind die Züchterinnen und Züchter unter sich.

Mister Genetik mit fast 1400 Gesamtzuchtwert

Die drei Experten Robert Bodenmann aus Gais AR, Martin Hochreutener aus Eggersriet SG und Walter Rhyner aus Hoffeld SG stellten die Zuchtstiere der beiden Zuchtrichtungen Brown Swiss und Original Braunvieh ein. Dabei legten sie in ihrer Arbeit grossen Wert auf einen korrekten Vorderstand.

Bei den BS-Stieren wurde der imposante dreijährige Hischier-Sohn Hector von Walter Hinterberger aus Ennetbühl SG zum Senior Mister gekürt. Der Junior-Mister-Titel ging an den eleganten Brice-Sohn Ramino von Reto Egli-Vetsch aus Nesslau SG. Den Mister-Genetik-Titel sicherte sich der 18 Monate alte R.B. Basti Faust von Peter Truniger aus Kirchberg SG mit einem Gesamtzuchtwert von fast 1400.

Titelverteidiger Jakop siegte erneut

Bei der Zuchtrichtung Original Braunvieh setzte sich in der Senior-Mister-Wahl einer der wenigen ausserkantonalen Stiere durch. Wie schon im Vorjahr gewann Jakop von Martin Schrepfer aus Wald ZH.

Der Rasimus-Sohn überzeugte mit seiner Breite und der guten Bemuskelung. Ausschlaggebend für seinen Sieg war jedoch sein für einen älteren Stier noch sehr korrektes Fundament. Jakop wurde zudem zum Mister Genetik OB gekürt. Zum OB-Junior-Mister wurde der exakte Robinson-Sohn Zeno von Walter Gschwend aus Untereggen gewählt.

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