Andreas Stalder gibt das Präsidium der IP-Suisse ab. Nach 21 Jahren im Amt tritt er zurück, wie die Labelorganisation zu Wochenbeginn mitgeteilt hat. Der Vorstand schlägt den Delegierten den bisherigen Vizepräsidenten Hanspeter Brunner als Nachfolger vor. Sie befinden an ihrer Versammlung am 19. November über die Nachfolge.
Der Vorstand, der sich aus rund 25 Mitgliedern aus allen Regionen und Produktionsrichtungen zusammensetzt, hat die Übergabe nach eigenen Angaben seit einem Jahr vorbereitet. Er spricht von einer bewussten Entscheidung für Kontinuität. Brunner gehört dem Vorstand seit 20 Jahren an, seit drei Jahren als Vizepräsident. In dieser Funktion hat er Stalder bei zahlreichen Präsidiumsaufgaben unterstützt. Er kenne die Organisation, ihre Dossiers und ihre Vernetzung aus erster Hand und habe die Geschäfte des Präsidiums über Jahre mitgetragen, heisst es in der Mitteilung.
Christophe Eggenschwiler seit vier Jahren CEO
Auch den Zeitpunkt begründet der Vorstand mit Kontinuität: Die Geschäftsführung wurde vor vier Jahren neu besetzt, weshalb ihm eine geordnete, stabile Übergabe wichtig war. Die Einarbeitungszeit von Geschäftsführer Christophe Eggenschwiler habe er genutzt, um auch den Wechsel im Präsidium sorgfältig vorzubereiten.
Der Vorstand würdigt Stalder, der das Präsidium über zwei Jahrzehnte geprägt hat. In dieser Zeit wuchs die Geschäftsstelle auf über 30 Mitarbeitende an. Das Label etablierte sich im Detailhandel wie bei den Partnerorganisationen als feste Grösse. Besonders hebt der Vorstand Stalders Vernetzung sowie seinen Einfluss auf Handel und Politik hervor. Beides habe der Organisation ihre heutige Marktposition ermöglicht.
Hanspeter Brunner ist 54 Jahre alt und bewirtschaftet in Valendas im Bündner Safiental einen 38 Hektaren grossen Betrieb mit 40 Milchkühen, Alpung und Ackerbau. Er ist mit Daniela Brunner verheiratet, die als Schulleiterin im Safiental arbeitet. Das Paar hat drei erwachsene Kinder. Der jüngere Sohn Curdin hat diesen Sommer die Agrotechnikerschule abgeschlossen und ist seither auf dem elterlichen Betrieb angestellt.

Brunner sei sich der Bedeutung des Amtes bewusst, das er übernehmen soll, schreibt IP-Suisse. Die Anerkennung einer nachhaltig wirtschaftenden Landwirtschaft sehe er weiterhin als zentrale Aufgabe der Organisation.

