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Die Ställe werden grösser, die Weiden kleiner

Welches Bild ergibt sich aus den neuen Strukturdaten im Stall, auf der Weide und im Ackerbau, der der tierischen Produktion dient? Die Zahlen zeigen ein eindeutiges Bild.

Die Schweiz zählt 2025 noch 46 270 Landwirtschaftsbetriebe, 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Wer geblieben ist, bewirtschaftet im Schnitt 22,5 Hektaren, 0,4 Hektaren mehr als noch 2024. Das sind die Grunddaten. Doch was heisst das nun konkret für die Haltung von Nutztieren?

Schweinehaltung: Konzentration setzt sich fort

Die Zahl der Schweinehalter erzählt eine Geschichte, die sich seit Jahrzehnten fortsetzt. 1985 hielten noch 35 981 Betriebe Schweine. Heute sind es noch 4560. Den Bestand haben sie auf 1 257 722 Tiere gedrückt, den tiefsten Stand seit mindestens vierzig Jahren. Das Schwein ist ein Tier des Tals geblieben: 64,5 Prozent der Tiere stehen in der Talzone, 19,6 Prozent in der Hügelzone, der Rest im Berggebiet.

Rindvieh: Milchkuh verliert, Mutterkuh gewinnt

Auch der Milchkuhbestand sinkt weiter, und zwar auf 524 400 Tiere, ein Minus von 0,6 Prozent. In zehn Jahren hat er also 10 Prozent verloren. Die Mutterkuhhaltung hat im gleichen Zeitraum um 26 Prozent zugelegt. Die Rindviehhaltung bleibt im Grasland Schweiz bedeutend, aber es gibt eine klare Verschiebung von Milchkühen zu Mutterkühen. 41,5 Prozent des Rindviehs steht in der Talzone, 16,1 Prozent in der Hügelzone, der Rest im Berggebiet. Anders als die Schweinehaltung ist die Rindviehhaltung also weit ins Berggebiet hinein verankert.

Weide und Futter: Gras verliert, Mais gewinnt

Wie sieht es nun bei der Fütterung dieser Tiere aus? Hier liegt einer der markantesten Befunde. Die Dauergrünfläche ist zwischen 2023 und 2025 von 58,1 auf 57,5 Prozent der Nutzfläche geschrumpft, die Naturwiesen und Weiden gingen auf 598 313 Hektaren zurück. Gleichzeitig wächst der Silomaisanbau auf 50 956 Hektaren; das entspricht einem Plus von 3,2 Prozent. Die Kunstwiesen blieben mit 11,7 Prozent stabil.

Agroscope-Forscherin Nadja El Benni hatte an der Fachkonferenz Brennpunkt Nahrung im November 2023 darauf hingewiesen, dass 63 Prozent des Kraftfutters importiert werden und die Futtermittelimporte zwischen 2001 und 2021 um 85 Prozent zugelegt haben. Die neuen BFS-Daten zeigen: Strukturell ändert sich an diesem Trend wenig. Die heimische Sojaanbaufläche hat seit 2020 zwar um 67 Prozent auf 3400 Hektaren zugelegt, bleibt aber ein kleiner Baustein in einer Futterbasis, die stark vom Import abhängt.

Die Ställe werden grösser, die Weiden kleiner
Die Schweiz bleibt trotz der hohen Importe an Futtermittel ein Grasland. Das spricht für eine Nutzung der Flächen mit Wiederkäuern.

Ackerbau: Mehr Vielfalt, aber Fläche schrumpft

Die übrige offene Ackerfläche wuchs von 6,9 auf 7,5 Prozent, getrieben von Gemüse, Zuckerrüben und eben Soja. Das Getreide verlor leicht von 13,6 auf 13,4 Prozent. Die gesamte Nutzfläche sank von 1 042 000 auf 1 040 000 Hektaren.

Schafe: Stärkster Rückgang aller Tierkategorien

Der Schafbestand bricht 2025 um fast 5 Prozent auf 355 639 Tiere ein, der stärkste Rückgang unter allen Tierkategorien. 32,6 Prozent der Schafe stehen in der Talzone, 15,9 Prozent in der Hügelzone, der Rest im Berggebiet. Mehr als die Hälfte also dort, wo der Wolf am stärksten präsent ist. Die Statistik nennt keine Ursache, doch dürfte der Wolf eine entscheidende Rolle spielen.

Geflügel: Einzige Kategorie im Aufwind

Ein Bereich, der sich stark im Wachsen befindet und das entsprechend aufgrund des Absatzes, ist die Geflügelhaltung: Über 13 Millionen Hühner stehen 2025 in Schweizer Ställen, das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Legehennen allein kommen auf 3,85 Millionen Tiere, die Mastpoulets legten ebenfalls zu. Ein Fünftel der Mastpoulets wurde dabei unter dem Bio-Label aufgezogen.

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