Als im Jahr 2024 die Genomzahlen vom Holsteinstier Westcoast Blakely veröffentlicht wurden, wurde sein Bekanntheitsgrad auf einen Schlag höher: Mit einem Iset von 1522, einem Exterieur von 128 ITP und einem Fitnesswert (IFF) von 120 sprach er mit seinen Zahlen die Züchterschaft massenhaft an.
Auch seine Milchleistung von +1457 kg Milch, mit +0,51% Fett und +0,13% Eiweiss, sprach für sich. Dank dieser Zahlen wurde Blakely massenhaft eingesetzt. Auch seine Abstammung Gameday × Popstar war selten und deshalb breit einsetzbar.
Mütterlicherseits geht Blakely auf eher unbekannte Kühe zurück, die aber durchgehend eine hohe Milchleistung mit extrem hohen Milchgehalten vorweisen können. Der kanadische Betrieb Westcoast Holstein, der Blakely gezüchtet hat, ist bekannt für seine leistungsstarke Zucht.
Ein Minus von 224 Iset-Punkten
Im April 2026 hat Blakely nun seinen ersten töchterbasierten Zuchtwert erhalten. Seine Exterieurzahlen konnte Blakely gegenüber dem genomischen Zuchtwert sehr gut halten. Punkto Milchleistung und IFF sieht es aber anders aus: Heute mit 225 Töchtern im Leistungszuchtwert vererbt Blakely «nur» noch +572 kg Milch, bei +0,62% Fett und +0,20% Eiweiss.
Insgesamt hat er noch einen Iset von 1298. Das ist doch ein Minus von 224 Iset-Punkten gegenüber 2024, wo er noch als Genomstier aufgeführt wurde. Nicht nur seine Milchleistung ist markant gesunken, sondern auch der IFF, wo er heute nur noch 100 hat. Im August 2025, bei seinem letzten Genomwert, hatte Blakely hier noch einen IFF von 117. Vor allem die Töchterfruchtbarkeit, wie auch die Mastitisresistenz sind schlechter geworden.
Über die Töchter hört man viel Gutes
Sicher erfreulich ist, dass Blakely seine hohen Exterieurzahlen bestätigen konnte. Mit 435 Töchtern im Exterieurzuchtwert hat er einen ITP von 127. Hier stechen vor allem die starken Euter, die sehr guten Becken und die Top-Fundamente hervor.
Die Blakely-Töchter werden sicher sehr gross, haben aber dennoch viel Brustbreite, mit viel Rippenstruktur. Aus der Züchterschaft hört man eigentlich nur Gutes. Man darf gespannt sein, wie sich seine Söhne schlagen werden, mit einem Vater, der nur noch 572 kg Milch vererbt.
Im August, bei der nächsten Zuchtwertschätzung, wird sich zeigen, ob Blakely seine Zahlen halten kann oder nicht.

